2022

Juli/August


JETZT WERDEN SALATE, KOHLARTEN UND FENCHELKNOLLEN FÜR DEN HERBST GESÄT
Zum zweiten Mal in diesem Jahr wird im Gemüsegarten mancherlei gesät, so Radicchio zur Herbsternte bis Mitte Juli, Reihenabstand 25 Zentimeter, vereinzeln auf 10 bis 15 Zentimeter in der Reihe. Termin für Zichoriensalat (Fleischkraut) bis 20. Juli, Reihenabstand 30 Zentimeter, in der Reihe 20 bis 25 Zentimeter. Termin für Chinakohl erste Saat 10. Juli, zweite Saat Ende Juli, Reihenabstand 30 bis 40 Zentimeter, verziehen auf 30 Zentimeter in der Reihe. Termin für Chinesischen Senfkohl (Pak Choi) von Juli bis Anfang August, Reihenabstand 30 Zentimeter, in der Reihe verziehen auf 25 Zentimeter. Saat von Knollenfenchel bis spätestens Mitte Juli, Abstand der Reihen und nach dem Vereinzeln in den Reihen 30 Zentimeter.
 

Radicchiopflanze


WIEDERHOLT AUSSÄEN, PFLEGEN UND ERNTEN
Die Pflegearbeiten nehmen mindestens so viel Zeit in Anspruch wie das Säen und Pflanzen. Zu dicht stehende Möhren, Zwiebeln, Rettiche, Rote Bete, Mangold werden auf ausreichende Abstände vereinzelt. Einige Stunden vorher wird gewässert, damit sich die Pflanzen besser ziehen lassen, gleich danach noch einmal, sodass sich die entstandenen Löcher wieder schließen.


Himbeeren
 

Erdbeeren


JETZT REIFEN KÖSTLICHE BEEREN
Der Juli ist ein richtiger Beerenmonat. Späte Erdbeeren reifen zusammen mit Stachelbeeren, Johannisbeeren, Himbeeren, ersten Brombeeren und Heidelbeeren. Steinobst hält kräftig mit. Kirschen, Pflaumen, Pfirsiche, Mirabellen sind reif. Ende des Monats sind die frühesten Kernobstsorten dran. Für die nachfolgenden Sorten mit Wartezeit zwischen Pflück- und Genussreife ist ein geeigneter Lagerraum herzurichten. Er soll kühl und gut zu lüften sein. 

Damit es im nächsten Jahr wieder viele leckere Erdbeeren gibt, entrankt man schon während der Ernte, düngt sofort nach Ernteende, lockert die Erde zwischen den Reihen, zieht eventuell mit Ausläufern Nachwuchs für ein neues Beet. Verschiedene Schnittmaßnahmen sind fällig, an Spindelbüschen und Spalieren von Kernobst Sommerschnitt (pinzieren). 
 

SPEZIELLES BEI BEEREN UND WEIN
In den Himbeerreihen begrenzt man die Zahl der nachwachsenden jungen Ruten auf fünf bis sechs kräftige je laufende Meter. Geize in den Blattachseln junger Brombeertriebe auf ein Blatt zurückschneiden. Abgeerntete Beerenobststräucher möglichst bald auslichten. 

Tragende Triebe von Weinreben ans Spalier heften. Falls noch nicht geschehen, Triebe mit Fruchtansätzen auf zwei bis vier Blatt über diesen kürzen, nachwachsende Triebe ebenfalls kürzen, Geize in Blattachseln auf ein Blatt zurückschneiden.


Buschbohnenpflanze


WICHTIGE TERMINE FÜR SAAT ODER PFLANZUNG
Wichtige Termine für Saat oder Pflanzung der verschiedenen Gemüsearten sind einzuhalten. Platz gibt es wieder nach Kartoffeln, Erbsen, Kohlrabi oder Salat. Dran sind jetzt Feldsalat für Herbsternte vom 5.–10. August, Chinakohl in den ersten Augusttagen entweder direkt aufs Beet oder zur Vorkultur in Töpfen. Es ist noch Gelegenheit für Folgesaaten von Schnittsalat, Stielmus, Mairüben, Rettich, Radieschen, von Petersilie und Sauerampfer für Herbst- und Frühjahrsernte, von Überwinterungszwiebeln vom 15.-20. August, dies an etwas geschütztem Platz in humosen, warmen Boden. Man pflegt alle Kulturen bestens, lockert die Erde, damit das Wasser im Boden bleibt und kein Beikraut aufkommt. Wo möglich und sinnvoll, wird gemulcht, ebenfalls unter dem Gesichtspunkt der Wasserersparnis. 


KÜCHENKRÄUTER FÜR DEN WINTER SAMMELN
Küchenkräuter wachsen so gut, dass man für den Wintervorrat trocknen kann. Vor allem Majoran, Bohnenkraut, Thymian, Salbei lassen sich gut trocknen und halten ihr Aroma in fest schließenden Gefäßen bis zur nächsten Ernte.   



ZEITRAUM ZWISCHEN PFLÜCKEN UND VERZEHREN BEACHTEN
Im Obstgarten kommt die Kernobsternte richtig in Gang. Nachdem bei frühen Sorten Pflück- und Essreife eins waren, vergeht nun bei den ab jetzt zu pflückenden Sorten eine bestimmte Zeit zwischen Pflücke und Verzehr, in erster Linie abhängig von der Sorte. Man muss also die sorteneigentümlichen Eigenschaften in dieser Hinsicht kennen und außerdem die Witterung des jeweiligen Jahres berücksichtigen. Auf jeden Fall kommen bei Sommerwärme gepflückte Früchte nicht sofort in den Lagerraum, sondern müssen erst ein paar Tage an kühlem Platz abschwitzen.  

Johannis- und Stachelbeersträucher sind sofort nach beendeter Ernte auszulichten, abgetragene Ruten von sommertragenden Himbeeren bis zur Erde wegzuschneiden und die jungen Ruten für die Ernte im nächsten Jahr ans Spalier zu binden, eventuell auszulichten, was zu viel ist. Geize in den Blattachseln junger Ranken von Brombeeren werden auf ein Blatt zurückgeschnitten, Geize am Weinspalier ebenfalls, Triebe über Fruchtansätzen auf zwei bis drei Blatt gekürzt. Man sollte alles daransetzen, Erdbeeren schon Anfang August zu pflanzen.


Die Sorte ’Weißer Klarapfel’ reift je nach Region schon Mitte Juli.


Mai/Juni

IM GEMÜSEGARTEN GEHT ES HOCH HER 
Im Gemüsegarten geht es hoch her mit Säen und Pflanzen. Man sät Mangold, die ersten Bohnen um den 10. Mai, die ersten Gurken um den 15., ebenso Zucchini und Kürbisse, sollte jedoch diese Arten in Töpfen vorziehen und etwas später pflanzen. Man tätigt Folgesaaten von Möhren, Erbsen, Radies, Rettich, Salatarten, Rote Bete, pflanzt vor Mitte Mai Rosenkohl, nach Mitte Mai Tomaten, Sellerie, Paprika, Folgesätze von Kopfsalat, Kohlrabi, Kopfkohlarten, Blumenkohl, Brokkoli, Fenchel, gegen Ende des Monats Grünkohl. Ferner ist den ganzen Monat Pflanzzeit für ausdauernde Küchen- und Heilkräuter wie Salbei, Majoran, Bohnenkraut, Ysop, Rosmarin. Man sät Basilikum, einjähriges Bohnenkraut und Majoran.


ZEIT FÜR PFLEGEARBEITEN
Die Pflegearbeiten nehmen mindestens so viel Zeit in Anspruch wie das Säen und Pflanzen. Zu dicht stehende Möhren, Zwiebeln, Rettiche, Rote Bete, Man-gold werden auf ausreichende Abstände vereinzelt. Einige Stunden vorher wird gewässert, damit sich die Pflanzen besser ziehen lassen, gleich danach noch einmal, sodass sich die entstandenen Löcher wieder schließen.

Blühender Apfelbaum


BLÜTEZEIT IM OBSTGARTEN
Im Obstgarten ist Blütezeit. Da können Gartenfreunde meistens nur zuschauen und hoffen, dass alles gut geht, kein Frost Aussichten auf beste Erträge zerstört. Leider muss man, abgesehen von besonders milden Lagen, um Obstblüten fürchten. Man kann selbst einiges tun, um solche Schäden zu verhindern:

  1. Keine Obstgewächse in Frostlöcher pflanzen
  2. Schutz vor kalten Ost- und Nordwinden geben
  3. Keine frühblühenden Obstarten wie Pfirsiche pflanzen
  4. Von anderen Obstarten solche Sorten pflanzen, die möglichst unempfindliche Blüten haben
  5. Beerenobstbüsche, schwachwüchsige Kern- und Steinobstbäume notfalls mit Folien, Sackleinen oder Ähnlichem schützen
     


AUF GEMÜSEBEETEN WIRD FLEISSIG GESÄT
Auf Gemüsebeeten wird fleißig gesät: Sommerradieschen, Herbstrettich, Buschbohnen, noch einmal Möhren, ferner Steckrüben, Fenchel, Zuckerhutzichorie. Man pflanzt vorgezogene Gurken, Kürbisse, Zucchini, außerdem Kopfsalat, Kohlrabi, Sellerie, Porree, Rosenkohl und Grünkohl. Diesen Saaten und Pflanzungen gingen gewöhnlich Vorkulturen voraus. Saaten und frisch Gepflanztes feucht halten. Zu dicht stehende Pflanzen aus früheren Saaten wie Rote Bete, Mangold, Rettich, Möhren unbedingt vereinzeln, weil sich andernfalls vor allem Möhren nicht optimal entwickeln. Bohnen, Kartoffeln, Erbsen anhäufeln. Bei kühler Schafskälte Anfang Juni Tomaten, Gurken, Zucchini und dergleichen ausreichend schützen. Gurken an schräg gestellten Gittern ranken lassen, Tomatenpflanzen entgeizen und anbinden. 


Grünschnitt


DER GRÜNSCHNITT BEGINNT

Anfang Juni beginnt der Grünschnitt bei Kernobst-Spindelbüschen und Spalierformen. Die diesjährigen Triebe werden auf vier bis fünf (schwachwüchsige) beziehungsweise sechs bis sieben (starkwüchsige Sorten) Blätter zurückgeschnitten. Erdbeeren befreit man schon während der Ernte von überflüssigen Ausläufern und wässert bei Trockenheit. Reichlich Wasser wünschen ferner Beerenobststräucher sowie reich tragende Kern- und Steinobstbäume vor Mauern oder Hauswänden. Spätestens bis zum 20. Juni ist Gelegenheit, zu starken Fruchtansatz bei Äpfeln und Birnen, Pfirsichen auszudünnen, damit qualitativ einwandfreie Früchte wachsen und unerwünschter Ertragswechsel besonders bei Äpfeln und Birnen unterbleibt.  


Erste Kirschernte


DIE OBSTERNTE STARTET

Beim Obst geht das Ernten richtig los. Zu Erdbeeren kommen Kirschen. Hierzu merke: Vögel bevorzugen rote Kirschen. Gelbfrüchtige ignorieren sie meist. Wer Bäume der Sorte ´Dönissens Gelbe´ pflanzte, kann hoffen, dass die Vögel nicht alles wegfressen. Nach und nach reifen frühe Sorten von Stachel- und Johannisbeeren. Es wird Zeit, herbsttragende Himbeeren arbeitssparend mit waagerecht angebrachtem Wildzaun zu stützen. Wein- und Kiwispaliere müssen mit Schnitt der jungen Triebe gebändigt werden. Weinstöcke beginnen zu blühen, blühende Triebe sollten nach dem ersten, höchstens zweiten Blütenansatz entspitzt werden.


März/April

GARTENBODEN: NICHT ZU NASS UND KALT, NICHT ZU TROCKEN…
Im Gemüsegarten muss man sich so lange Zeit lassen mit Bestellungsarbeiten, bis die Erde genügend abgetrocknet ist. Sie darf nicht in übermäßig feuchtem oder gar nassem Zustand bearbeitet werden. Am ehesten ermöglicht leichter, lockerer, gut durchlüfteter, humoser Boden frühe Saaten und Pflanzungen. Schwerer, feuchter Boden folgt erfahrungsgemäß etwa 14 Tage später. 
In den letzten Jahren fehlte es im Frühjahr eher an ausreichend Feuchtigkeit. Wer sich dann auf die Lebenskraft der Samen verlässt und nicht gießt, macht schlechte Erfahrungen. Ist es trocken, keimt kein Samen, höchstens verzögert. Man muss also bei entsprechender Witterung gie-ßen. Außerdem tut man alles, um vorhandene Bodenfeuchtigkeit zu erhalten: 1. Beete mit Saaten oder Pflanzungen mit Vlies abdecken, 2. unbedeckten Boden mulchen, 3. nach jedem Niederschlag vorsichtig hacken, um die Kapillare zu zerstören, so dass möglichst wenig Wasser ungenutzt verdunstet.

Möhrensamen

SÄEN UND PFLANZEN IN EINER TOUR
Das kann im März gesät werden: Möhren, Palerbsen, Dicke Bohnen, Schwarzwurzeln, Pastinaken, Zwiebeln, Schnitt- und Pflücksalat, Kresse, Radieschen, Spinat, Melde, Stielmus und Rübstiel, Speiserüben, Petersilie, Borretsch. In warmen Lagen steckt man Steckzwiebeln, Schalotten, Knoblauchzehen Anfang des Monats, sonst entsprechend später. Auch gepflanzt wird, nämlich ausdauernde Würz- und Heilpflanzen wie Salbei, Pfefferminz, Schnittlauch, Zitronenmelisse und andere. Im Frühbeet wachsen Schnittsalat, Kresse, Stielmus, Radieschen, Kopfsalat, Kohlrabi und sorgen für die ersten Ernten im neuen Gartenjahr. Im Kleingewächshaus erfolgt Anzucht von Tomaten, Sellerie, Paprika und anderen Gemüsearten mit langer Vorkultur.


Beerensträucher pflanzen


OBSTGEHÖLZE ZU PFLANZEN: VEREDELUNGSSTELLE BEACHTEN
Im Obstgarten muss sich ranhalten, wer noch Beerenobststräucher und Pfirsichbäume pflanzen will, denn die treiben schon mit Macht, blühen teilweise schon, so Pfirsiche in günstigen, warmen Lagen an geschützten Plätzen. Sofort nach Pflanzung dieser Obstarten ist jene von Kirschen und Kernobst dran. Mit der Pflanzung von Wein und Kiwi kann man sich bis Ende April/Mai Zeit lassen.
Bei der Pflanzung von Obstbäumen müssen die Veredlungsstellen zwischen Unterlagen und Edelsorten etwa handbreit über dem Boden bleiben. Außerdem sind die Triebe aller frisch gepflanzten Obstgehölze vorschriftsmäßig zurückzuschneiden, nach der Pflanzung ist kräftig zu gießen, im Bereich der Wurzelscheiben zu mulchen. Starkwachsende Bäume brauchen anfangs stützende Pfähle, schwachwachsende wegen geringer Standfestigkeit zeitlebens. 


GEMÜSE VOR NASSKALTER WITTERUNG SCHÜTZEN
Der April weiß sprichwörtlich wirklich oft selber nicht, was er will, mal ist es wohlig warm, mal schauerlich kalt. Immerhin kann man davon ausgehen, dass sich die Erde inzwischen schon einigermaßen erwärmte, dass viele Gemüse gesät und gepflanzt werden kann. Allein mit säen und pflanzen ist es nicht getan. Pflanzen, die vor Kälte bibbern, gedeihen nicht. Deswegen werden alle Gemüsesaaten und jungen Gemüsepflanzen grundsätzlich vor ungünstiger nasskalter Witterung mit Folien, Folientunneln, Vlies geschützt. Im absolut verlässlichen Schutz von Frühbeet oder Kleingewächshaus erfolgt Anzucht von Tomaten, Sellerie, Neuseeländer Spinat, Paprika, Gurken, Zucchini, also von Gemüsearten, die viel Wärme brauchen.
Nachdem im März bereits Dicke Bohnen, Palerbsen, Zwiebeln, Pastinaken, Schwarzwurzeln, Möhren gesät wurden, folgen jetzt Mangold, Rote Bete, Markerbsen, Fenchel, weitere Saaten von Pflücksalat, Radieschen, Rettich. Gepflanzt wird auch, möglichst unter denselben Voraussetzungen, und zwar Kopfsalat, Kohlrabi, früher Kopfkohl, Brokkoli, Blumenkohl, vorgetriebene Dicke Bohnen. 


JETZT KANN MIT DEM PFLANZEN BEGONNEN WERDEN ...
Vorgekeimte Kartoffeln soll man unbedingt erst pflanzen, wenn die Erde wirklich warm genug ist. Hat man bei ungünstiger Witterung im März noch keine Steckzwiebeln, Schalotten und Knoblauchzehen gesteckt, holt man dies jetzt nach. Man vervollständigt das Kräutergärtchen, pflanzt zu diesem Zweck Liebstöckel, Staudenmajoran, Bergbohnenkraut, Thymian, Estragon, Salbei, Schnittlauch, sät Borretsch, Petersilie, Dill. Außerdem muss man die Erde locker halten, gegebenenfalls hacken, bei Bedarf gießen. 


Wein, Kiwi (Foto links) und Salat können jetzt gepflanz werden.
 

JETZT WEIN UND KIWI PFLANZEN
Wer jetzt noch Obstgehölze pflanzen will, beeile sich, denn einige treiben schon mächtig, so Stachel- und Johannisbeeren, blühen in günstigen Lagen sogar schon. Ähnliches gilt für Pflaumen. Jede Pflanzung muss gut vorbereitet werden mit Ausheben der Pflanzgruben, Verbessern der Erde, Einschlagen von Pfählen. Jetzt kann man auch Wein und Kiwi pflanzen. 
Der April gibt Gelegenheit zur Korrektur an Obstbäumen. Zu steil stehende Triebe von Apfel- oder Birnbäumen mit geringer Neigung zur Bildung von Blütenknospen werden mehr in die Waagerechte gebracht, indem man sie ab-spreizt oder herunterbindet.  
In Vorschau auf die bald beginnende Obstblüte achte man auf Anzeichen von Feuerbrand vor allem an Birnen, von Spitzendürre bei Kirschen, Pfirsichen und Aprikosen, unabhängig von Blüten bei Pfirsich auf Kräuselkrankheit. Auch ums Erdbeerbeet kümmere man sich, überbaut eventuell mit Folientunnel.


Januar/Februar

Die neue Pflanzsaison Zuhause vorbereiten.


JETZT ANBAU UND PFLANZUNGEN PLANEN
Eine der wichtigsten Arbeiten wird jetzt im Haus erledigt, nämlich Planungen sowohl für den Anbau von Gemüse als auch von Obstgehölzen. Fehlentscheidungen im Gemüsegarten schlagen nicht so zu Buche, doch wer falsch entscheidet, was langlebige Obstgehölze betrifft, ärgert sich eventuell noch nach Jahren. Je kleiner ein Garten, desto wichtiger ist es, sich die Sache gut zu überlegen, eventuell vorrangig auf Beerenobstarten zu setzen. 

Reichlich Zeit verwende man auch auf den Bestellungsplan fürs Gemüseland. Am besten hebt man die Bestellungspläne der vergangenen Jahre auf und bezieht sie mit ein. So lassen sich Fehler in der Fruchtfolge vermeiden. Ein fertiger Bestellungsplan gibt Auskunft über die anzubauenden Gemüsearten und -sorten, über Vor-, Haupt-, Nach-, Zwischen- oder Mischkultur, ob diese zueinander passen, wie viele Quadratmeter jeweils vorgesehen sind, wie viel Saat- oder Pflanzgut demnach zu beschaffen ist. Sobald das erledigt ist, wird bestellt oder bald gekauft. 


ES GEHT LOS: TREIBEN, SÄEN, ERNTEN
Im Haus geht es weiter mit der Treiberei von Chicorée und Löwenzahnwurzeln. Sehr zu empfehlen ist die Saat von Kresse, Kerbel, Senf, Löffelkraut auf der Fensterbank. Keimsprossen sind ausgesprochen gesund und ebenfalls leicht zu ziehen, vorrangig in mehrstöckigen
Keimschalen.  In Gegenden mit nicht allzu strengen Wintern kann man noch aus dem eigenen Garten ernten, wenn gegebenenfalls etwas geschützt wurde, direkt vom Beet Grünkohl, Porree, Feldsalat, eventuell sogar Rosenkohl sowie ganz und gar winterharte Schwarzwurzeln und Pastinaken. Wo es kälter wird, schafft man Möhren, Rettiche, Schwarzwurzeln, Pastinaken, Porree ins Frühbeet und schützt sie da je nach Witterung. Auch im Gewächshaus kann man noch ernten, unter anderem Feldsalat.


OBSTGEHÖLZE SCHNEIDEN UND PFLANZUNGEN THEORETISCH VORBEREITEN
Der Schnitt unterbleibt bei Frost und sollte entweder an frostfreien Tagen oder sogar nach der Meinung von Obstbauexperten sowieso optimal in der Zeit von März bis September durchgeführt werden. Es setzt sich auch immer mehr die Praxis durch, Obstgehölze besser direkt nach der Ernte zu schneiden. Da gehen die Ansichten also etwas auseinander. Früher wurde schon allein aus arbeitszeitlichen Gründen ausschließlich im Winter geschnitten. Da stand einfach mehr Zeit zur Verfügung als in den anderen Monaten. Dagegen nutzt man die Zeit,
Obstgehölzpflanzungen theoretisch vorzubereiten mit 1. Auswahl von Art, Sorte und Unterlage, 2. Bestellung der Obstgehölze, 3. Bestimmung der Pflanzplätze. Wer Lufthunger hat, kann, sofern die Witterung es zulässt, Pflanzplätze für im Nachwinter geplante Pflanzungen herrichten. 
 

Setzlinge von Rettich und Salat.

ERSTE AUSSAATEN IM FRÜHBEET ...
Der Februar ist der Monat erster Aussaaten im Frühbeet. Im warmen oder halbwarmen Frühbeet werden Radieschen, Spinat, Kresse, Schnittsalat, Stielmus gesät oder kräftige Kopfsalatsetzlinge gepflanzt. Ob das Frühbeet zur Anzucht von Setzlingen verschiedener Gemüsearten dienen soll, ist zu überlegen. Meist hat man mehr davon, dort die bereits genannten Gemüsearten bis zur Erntereife zu kultivieren und die paar Setzlinge fürs Freiland zu kaufen, wenn deren Pflanzung ansteht. Jungpflanzenanzucht im Kleingewächshaus ist eher sinnvoll, weil dort die Verhältnisse günstiger sind. Also bereitet man dort alles für die Saaten vor. Dazu muss allerdings der Bestellungsplan fertig sein, damit man nicht ins Blaue hineinsät. Ist das Kleingewächshaus groß genug, kann man außerdem Spinat, Schnittsalat, Kresse säen, Kopfsalat und Kohlrabi pflanzen.


JETZT KANN SCHON GEPFLANZT WERDEN UND IM FREIEN AUSSÄEN
Im Freien sollten es Gemüsefans mit ersten Aussaaten nicht eilig haben. Aussaaten im Freiland bereits im Februar sind allgemein nur möglich in besonders günstigen Lagen und bei leichteren Böden, die schnell abtrocknen und sich rasch erwärmen. Spätere Saaten holen früh
getätigte oft spielend wieder ein. Falls die Erde wirklich genügend abtrocknete, können Möhren, Dicke Bohnen, Schwarzwurzeln, Zwiebeln, Spinat, Stielmus gesät werden. Man schützt sie grundsätzlich mit Vlies oder Folie und sichert so ihren möglichst reibungslosen Start. Rhabarber treibt noch früher, wenn man eine Pflanze rundum mit Mistauflage versieht, einen Korb überstülpt und den mit Folie überzieht.


Bäume und Sträucher pflanzen.


JE NACH WITTERUNG SCHON OBSTGEHÖLZE PFLANZEN
Im Februar bestimmt die Witterung, ob bei frostfreiem Boden Obstgehölze gepflanzt werden können, was grundsätzlich möglich, unter Umständen sogar empfehlenswert ist. Das gilt vor allem für Pfirsiche und Beerenobststräucher, weil die früh treiben. Es folgt die Pflanzung von Kernobst, also Apfel- und Birnbäumen. Die Erde unter Obstbäumen und zwischen Beerenobststräuchern, die sich im Laufe des Winters doch etwas verfestigte, kann vorsichtig flach aufgelockert werden.
 


2021


 

November/Dezember

Wenn es kühler wird
Wie es im Gemüsegarten weitergeht, kommt sehr auf die Witterung an. In den letzten Jahren gab es kaum Frost oder nur sehr vereinzelt vor Mitte Dezember. In Folientunneln und unter Vlies halten sich Salate und Endivien, überleben sogar leichten Frost. Ist abzusehen, dass Möhren, Rettiche, Rote Bete bis Weihnachten verbraucht sind, lässt man sie in der Erde, wo sie bestens aufgehoben sind, deckt sie hoch mit trockenem Falllaub und breitet gegebenenfalls noch Vlies über, sodass umständliches Einwintern entfällt. Chicoréewurzeln können zum Treiben vorbereitet werden. 


 

Wenn stärkerer Frost droht
Es kommt selbstverständlich bei all dem entscheidend auf die örtliche Lage und Witterung an. Wo die Witterung weniger mild ist, erntet man vorsichtshalber Wurzelgemüse, falls stärkerer Frost droht. Die Wettervorhersagen sind da recht hilfreich. Wer ein Frühbeet hat, lagert einfach und gut dort, kann bequem mit aufgelegten Fenstern schützen. Erdgruben sind ebenfalls gut brauchbar und oft günstiger als ein zu warmer und trockener Keller. 
 


Gezielte Bodenbearbeitung
Leere Beete werden zum Beispiel mit einem Sauzahn oder einem ähnlichen Bodenbearbeitungsgerät nur aufgelockert, schwerer Boden kann ausnahmsweise gegraben werden. Solange er noch einigermaßen trocken ist, leidet deswegen die Bodenstruktur nicht ganz so arg.  

Obstgehölze rechtzeitig bestellen …
Die wichtigste Arbeit im November, nicht praktischer Art, sondern theoretischer, ist jedoch sehr wichtig. Es geht darum, wie viel und welche Obstarten und -sorten im Garten wo wachsen sollen. Das muss alles gut überlegt werden, bevor man gewünschte Obstgehölze bei einer guten Obstbaumschule bestellt. Wer gerade heutzutage zeitig bestellt, bekommt sicher Art oder Sorte, Unterlage, Baumform und dergleichen, die er haben möchte.



… und beizeiten pflanzen
Man pflanzt Obstgehölze also möglichst schon im November, vor allem zeitig treibende Obstarten wie Himbeeren, Stachel- und Johannisbeeren. Es folgen Blaubeeren und Brombeeren. Letztere pflanzt man in Gegenden mit kalten Wintern allerdings besser im Nachwinter, ebenso Pfirsich, Aprikose, Kiwi und Wein. 

Auch in kleinen Gärten wächst allerlei Obst, falls man es geschickt anfängt. Himbeeren und Brombeeren setzt man platzsparend als Hecke entlang einer Grenze, wozu sich außerdem Johannis- und Stachelbeersträucher eignen. Oder man kombiniert Büsche mit Stämmchen. Tafelbirnen, Wein, Pfirsiche kommen als Spaliere an Südmauern unter. Niedrige, schwachwüchsige Süßkirschen und Pflaumen brauchen wenig Platz, noch weniger ganz schmal gezogene Apfel-, Birnen-, Kirschen- oder Pflaumensäulen. 
 



Die bestellten Obstgehölze sind da  
Treffen bestellte Gehölze ein, bevor die Pflanzplätze für sie hergerichtet sind, werden sie vorübergehend an schattiger, windgeschützter Stelle eingeschlagen. Zur Pflanzung gehören: Pflanzschnitt, Stützpfähle für Bäume und Anbinden, gründliches Wässern vor und nach der Pflanzung, Bodendecke auf Pflanzscheiben. Wird die Zeit für geplante Pflanzung zu knapp, verschiebt man dies Vorhaben besser auf den Nachwinter. 
Stattdessen nimmt man sich Gehölzpflege vor. Es geht um Aufbau-, Auslichtungs- oder Verjüngungsschnitt an Obstbäumen, alles nur an frostfreien Tagen. Beerenobststräucher sollten schon längst geschnitten sein, andernfalls nachholen! Besonders Beerensträucher sind dankbar, wenn noch vor Wintereinbruch im Wurzelbereich gemulcht wird.

Spätes Gemüse ernten
Frostfreie Zeit ist auch günstig für spätes Ernte von frischem Grünkohl, Feldsalat, Winterspinat. Das geht aber nicht mehr lange so, es sei denn, Vlies deckt und schützt, erster Schnee kann abgeschüttelt werden. Wurden rechtzeitig Spinat und Feldsalat auch im Frühbeet gesät und Endivien gepflanzt, kann man noch bis Ende des Monats ernten. 
Freie Frühbeete dienen als Einschlag für Rosenkohl, Grünkohl, Porree. Das lohnt jedoch nur, wenn es sich um größere Mengen handelt. Kleinere macht man küchenfertig und friert ein. Wurzelgemüse wie Möhren, Rote Bete, Rettiche, auch Schwarzwurzeln und Pastinaken halten sich eingeschlagen im Frühbeet pri-ma. Wurzeln von Chicorée, Petersilie, Löwenzahn treibt man an kühlem Platz.

Obstvorräte kontrollieren
Wöchentlich sind die im Haus untergebrachten Obstvorräte durchzusehen und die Früchte je nach sortenspezifischer Reifezeit zu verwerten. Etwa nicht mehr ganz einwandfreie Früchte aussortieren, bevor sie andere, ge-sunde anstecken. Entsprechend der Witterung sind die Lagerräume ausgie-big zu lüften, dabei trotz etwaiger großer Kälte frostfrei zu halten.


September/Oktober

Jetzt wird es Zeit für vorletzte Saaten und Pflanzungen
Im Gemüsegarten sind die letzten Saaten in diesem Gartenjahr fällig. Das betrifft Radieschen und Winterzwiebeln in der ersten Septemberdekade, Schnittsalat in der ersten Septemberwoche, Löffelkraut, Winterportulak, Gartenkresse im Laufe des Monats. Wer gleich Anfang September Feldsalat sät, kommt noch zurecht für die Herbsternte, vor allem in Gegenden mit langem Herbst. Feldsalat zur Überwinterung sät man spätestens Mitte September, ebenfalls Spinat. Unter Vlies hält sich Bodenfeuchtigkeit besser, sodass Samen zügiger keimen und Radieschen vor Rettichfliegen sicher sind. Die überwinternden Gemüsearten brauchen unbedingt beikrautfreien Boden, weil sie sonst gegenüber den vitaleren Beikräutern chancenlos sind.

Zwischen Ende September und Mitte Oktober steckt man winterharte Steckzwiebeln und Knoblauchzehen an warmem, geschütztem Platz in lockere Erde. Der frühe Herbst ist eine gute Gelegenheit, mehrjährige Gewürzkräuter zu pflanzen, einschließlich Winterheckzwiebeln. Auch teilen lassen sie sich jetzt mit Erfolg. Rhabarber lohnt frühes Pflanzen Ende September mit einer kleinen Ernte schon im nächsten Frühjahr. Die Einsaat von Roggen oder Phacelia zum Zwecke der Gründüngung lockert die Fruchtfolge auf.

Kernobsternte
Jetzt werden mittelspäte Apfel- und Birnensorten pflückreif, festzumachen an Sorteneigentümlichkeit, Färbung von Schale, Kernen, Fruchtfleisch und dessen Geruch, Löslichkeit des Stiels vom Fruchtholz. Je treffsicherer der Erntetermin, desto besser halten sich die Früchte und desto besser schmecken sie genussreif. Es geht weiter, denn außer Kernobst sind späte Pfirsiche und Pflaumen zu pflücken, ferner Brombeeren sowie herbsttragende Himbeeren und Erdbeeren. Hasel- und Walnüsse reifen, am Weinspalier süße Trauben. Möglichst viel davon verzehrt man frisch, denn das schmeckt und ist gesund. Da sich Weinbeeren lange am Spalier halten und dabei immer süßer werden, nutze man die Chance zu einer wochenlangen Traubenkur. 

Fallobst, Rutenschnitt ...
Vor allem unter noch nicht abgeernteten Apfel- und Birnbäumen ist regelmäßig Fallobst aufzulesen. Pfirsich- und Sauerkirschbäume sind auszulichten, Beerensträucher ebenso. Abgetragene Ruten sommertragender Himbeeren werden entfernt, junge Pflanzen angebunden. Erdbeeren nicht später als Anfang September pflanzen. Pflanzung in Strohmulch spart Arbeit, lässt die Pflanzen besser wachsen und erleichtert das Ernten im nächsten Jahr. Wer demnächst ab Ende Oktober Obstgehölze pflanzen will, kümmere sich um Sortenwahl und Bestellung.

Täglich frisches Gemüse und letzte Pflanzungen  
Wurzelgemüse aller Art, Chinakohl, Kohlrabi, Kopfkohl, Blumenkohl, verschiedene Salate, Radieschen und Rettich, dazu Stielmus, Pflücksalat, Spinat, Tomaten, Bohnen, Gurken, Zucchini sind ebenfalls noch vorhanden, bis erster Frost oder anhaltend kühl-feuchte Witterung das beenden. Radieschen, Rettiche, Chinakohl und Salate finden gegebenenfalls Schutz unter Folien oder Vlies. 

Man pflanzt Rhabarber und härtere mehrjährige Küchenkräuter, denen Herbstpflanzung nichts ausmacht wie Schnittlauch, Liebstöckel, Zitronenmelisse und dergleichen, während man solche aus wärmeren Gebieten wie Salbei oder Ysop besser im Frühjahr setzt. Ferner ist die Pflanzung von Knoblauchzehen möglich. Noch ist Zeit, Gründüngung einzusäen, zum Beispiel Roggen. Auch geplante Frühjahrspflanzung von Spargel kann man jetzt mit dem Herrichten der Pflanzstellen einleiten.

Obsternte geht weiter
Die Ernte von Äpfeln und Birnen geht weiter. Gerade die späten Sorten sollen möglichst lange am Baum hängen, um optimale Pflückreife zu erlangen. Ist Frost angesagt, muss man unter Umständen doch gleich ernten. Bereits eingelagerte Äpfel und Birnen sollen alle paar Tage durchgesehen wer-den, damit keine Fäulnisherde entstehen und sich ausbreiten. Quitten reifen sehr unterschiedlich je nach klimatischen Verhältnissen und Sorte. Am besten sind Früchte, die man reif pflückt, kurz bevor sie abfallen. Mit der Zeit kommt die Erfahrung.

Kulturpreiselbeeren pflückt man gut ausgefärbt, Weinbeeren möglichst vollreif und süß, Kiwis so spät wie möglich, aber vor Frost.

Reicht die Zeit, bereitet man bei beabsichtigter Neupflanzung von weiteren Sorten schon mal Pflanzlöcher vor. Man widmet sich dem Schnitt von Beerenobststräuchern, Pfirsich- und Sauerkirschbüschen und krautet vorsichtig Erdbeerbeete.


Juli/August

Gemüse ausreichend feucht halten, säen und ernten
Hoffentlich regnet es im Juli genug, denken alle, die Gemüse im eigenen Garten ziehen. Oft hapert es, wie die letzten Jahre zeigten, und so gärtnert man immer häufiger mit der Gießkanne in der Hand. Gemüse, das zügig wachsen soll, ist darauf angewiesen, dass es immer ausreichend feucht steht. Besonders viel Wasser brauchen Blattgemüse, Kopfkohlarten, Blumenkohl, Sellerie, Gurken. Wurzelgemüse kommt auch mal mit weniger Wasser zurecht, doch hat das seine Grenzen. Zwiebeln werden nicht gewässert. Im Gegenteil, sie müssen jetzt ausreifen. Legt sich der größte Teil der Schlotten (röhrenartige Blätter) um, nimmt man die Zwiebeln aus der Erde und trocknet mehrere Tage in voller Sonne nach, ersatzweise bei schlechtem Wetter in einem warmen Raum. Zu ernten sind Würzkräuter für den Wintervorrat. Gut trocknen lassen sich Thymian, Bohnenkraut, Oreganum, Salbei, schlecht Schnittlauch, Dill, Borretsch. Auch Teekräuter wie Pfefferminz und Zitronenmelisse sind zu trocknen.

Fürs Ernten in der zweiten Jahreshälfte ist zu säen, wobei häufig bestimmte Termine einzuhalten sind: Chinakohl, Pak Choi, Radicchio, Zuckerhut, Fenchel, Radieschen, Rettich für Herbst und Winterernte, außerdem Schnitt- oder Pflücksalat, Herbstrüben. Man pflanzt Endivien, Kopfsalat, Kohlrabi, Blumenkohl, Fenchel. Vor jeder Saat oder Pflanzung die Erde des vorgesehenen Beetes mit Humus und Nährstoffen anreichern.



Auch im Obstgarten wässern und mulchen
Das meiste Wasser brauchen im Obstgarten flach wurzelnde Beerenobststräucher sowie schwachwüchsige Birnen- und Apfelbäume, außerdem Spalierobstbäume vor Wänden oder Mauern. Beerenobststräucher sollten grundsätzlich gemulcht werden, um Wasser zu sparen. Auch tragende Erdbeeren sind durstig. Nach der Ernte düngt man sowohl einmal tragende als auch öfter tragende Sorten und entrankt immer wieder. An Spalierobstbäumen ist Grünschnitt mit Einkürzen diesjähriger Triebe durchzuführen. Beim Weinspalier sind die tragenden Triebe auf zwei bis drei Blätter über den Fruchtständen einzukürzen, an Kiwipflanzen vor allen Dingen einjährige lange Triebe, um sie auf diese Weise zu bändigen. 

Fallobst auflesen, düngen, ernten, schneiden
Man liest Fallobst auf und versieht die Stämme mit speziellen Fanggürteln, um den Apfelwickler (Obstmade) zu regulieren. Abgeerntete Johannis- und Stachelbeersträucher tut eine Düngung mit einem organischen Dünger, wie zum Beispiel Hornspänen in Verbindung mit Effektiven Mikroorganismen, zur Kräftigung von Blütenknospenanlagen fürs nächste Jahr gut. Auch Schnitt sollte bereits jetzt erfolgen. Viel Beerenobst reift, angefangen von Erdbeeren. Lückenlos schließt sich die Ernte von Stein- und Kernobst an. Pfirsiche und großfruchtige Pflaumen schmecken vollreif am besten. Ende des Monats reifen erste Äpfel und Birnen. 

Gemüse für die zweite Jahreshälfte
In klimatisch günstigen Gegenden mit langem Herbst erfolgt Anfang August noch die Pflanzung von Endivien ins Freiland, andern-
orts besser ins Frühbeet zur Ernte bis in den Dezember. Pflanzung von gut entwickelten Kohlrabisetzlingen ist bis Anfang August möglich, von Fenchel bis spätestens Mitte August. Damit diese späten Gemüsekulturen zügig wachsen, sind Humus- und Nährstoffnachschub sowie ständig ausreichende Wasserversorgung bei Trockenheit nötig. Ein paar wichtige Termine zur Saat einiger Gemüsearten darf man nicht verpassen. Feldsalat: Saat Anfang bis Mitte August für Herbsternte, Saat Ende August bis Mitte September für Winterernte. Spinat: Saat Mitte August bis Mitte September für Ernte im September/Oktober. Speiserüben: ´Tokyo Cross´ Saat Anfang August für Ernte ab Mitte/Ende September. Blattstielgemüse: Saat Anfang bis Mitte August für Ernte September/Oktober mit Folgesaaten im ganzen August. Chinakohl: Saat spätestens Anfang August für Herbsternte. Pak Choi: Saat Anfang August für Ernte Ende September/Anfang Oktober. Radieschen: Saat in der ersten Augustwoche für Ernte Ende August bis Mitte September. Lauchzwiebeln: Saat Mitte bis Ende August zur Überwinterung. Petersilie: Saat Mitte August zur frühen Ernte im nächsten Frühjahr. Schnittsalat wächst ebenso und versorgt noch viele Wochen bis zum ersten Frost mit frischem Grün.
 




Äpfel und Birnen ernten
Nach Beeren- und Steinobst kommt jetzt auch die Ernte von Äpfeln und Birnen, also von Kernobst, richtig in Gang. In der ersten Monatshälfte sind Apfel- und Birnensorten dran, die bis zur Genussreife nur einige Tage nachreifen, wie ´Klarapfel’ oder Birne ´Williams Christ´. Im weiteren Verlauf des Monats folgen Sorten, die erst eine gewisse Zeit lagern müssen, ehe sie nach der Baumreife Genussreife erlangen. 

Steinobstarten erntet man im Garten vollreif …
… so Pfirsiche und die verschiedenen Pflaumenarten von Mirabellen bis Renekloden. Mit bis in den Herbst fruchtenden Himbeeren, leckeren Heidelbeeren sowie ersten Brombeeren geht die Ernte von Beerenobst erfreulicherweise noch lange weiter.

Sträucher und Bäume licht halten
Das hält nicht davon ab, abgeerntete Johannis-, Stachel- und Himbeersträucher möglichst bald zu schneiden, ebenso abgeerntete Pfirsich- und Sauerkirschbäume. Die Sträucher und Bäume müssen unbedingt licht gehalten werden, außerdem triebkräftig, damit immer wieder junges Holz nachwächst. An Apfel- und Birnenspalieren führt man weiter Grünschnitt durch. Möglichst früh pflanzt man Erdbeeren, damit sich schon im nächsten Jahr der Ertrag sehen lassen kann.  
Ilse Jaehner


Mai/Juni






Wer erntet zuerst Bohnen? 
Derjenige, der den 10. Mai als Stichtag für die erste Saat von Buschbohnen nutzt, denn die sind am schnellsten reif. Stangenbohnen und Feuerbohnen kommen danach dran. Um Mitte Mai pflanzt man Neuseeländer Spinat, Tomaten, Auberginen, Paprika ins Freie, Knollen- und Bleichsellerie gegen Ende Mai. Merke: Es ist vorteilhafter, vorgezogene Gurkenpflanzen zu setzen, als an Ort und Stelle zu säen. Ähnliches gilt für Kürbisse, Zucchinis, Melonen. Gleich Anfang Mai in Töpfe säen, dann kann man schon Ende Mai pflanzen. Man schütze die Pflanzen noch weiter mit Folien vor der Schafskälte in der ersten Junihälfte.





Lange Pflanzliste
Im Mai wird ferner Rosenkohl gepflanzt und Grünkohl gesät. Auf der Pflanzliste stehen weiter Kohlrabi, Kopfkohlarten, Blumenkohl, Brokkoli, Fenchel. Man sät Radies, Rettich, Möhren, Rote Bete, Mangold, Zuckererbsen, Zuckermais, Salat, Kohlrabi. Alle zu dicht stehenden Saaten müssen unbedingt auf genügend Abstand in den Reihen vereinzelt werden. 
Kartoffeln und Erbsen sind anzuhäufeln, Rhabarber und Spargel zu ernten. Man hackt häufig, besonders nach Regen, damit die Erde locker und beikrautfrei bleibt.
 



Die Eisheiligen Mitte Mai
stressen mitunter gewaltig, weil jetzt so viele Obstbäume blühen, nach sehr frühen Pfirsichen und etwas späteren Stachel- und Johannisbeeren fast zeitgleich Süß- und Sauerkirschen, dann Birnen und endlich auch Äpfel und Erdbeeren. Was kann da alles kaputtgehen! Drohen tatsächlich Spätfröste, schützen Folientunnel Erdbeeren, Sackleinen oder Ähnliches Beerenobststräucher und Spalierobstbäume. Ansonsten muss man hoffen, dass von den vielen Blüten, die ja nicht alle gleichzeitig blühen, genug intakt bleiben, dass es reicht. Meist kann man sich darauf verlassen. Totalschaden ist selten. Deswegen: nur die Ruhe!
Pfirsiche blühen bekanntlich besonders früh, sodass eventuell schon zu dichter Fruchtansatz auf eine Frucht je sieben bis acht Zentimeter Trieblänge ausgedünnt werden kann. 


Pflanzenschutz beachten
Frostspanner und Eichenwickler gehören nachgerade zu den weniger erfreulichen Begleiterscheinungen des Frühjahrs. Man kann sie umweltschonend mit Präparaten auf der Basis von Bacillus thuringiensis regulieren, noch junge Raupen besser als schon ältere. 

Deuten absterbende Triebspitzen an Sauerkirschen auf Spitzendürre (Monilia-Pilz) hin, schneidet man kranke Triebe radikal bis ins gesunde Holz zurück. Vorbeugend kann ein (natürliches) Pflanzenstärkungsmittel eingesetzt werden.
Erdbeeren bewahrt ein Folientunnel vor Grauschimmelbefall. An sonnigen Tagen gut lüften, damit Insekten die Blüten bestäuben können. 
 



Achtung Schafskälte
Im Juni wird es jetzt selbst in weniger günstigen Lagen so warm, dass Kürbisarten, Zucchini, Zuckermais ausgesät oder gepflanzt werden können. Dennoch kann sich die sogenannte Schafskälte Anfang des Monats noch unangenehm bemerkbar machen. Also schützt man empfindliche Gemüsearten mit Folie oder Vlies. 
 



Folgesaaten stehen an
Für Sellerie und Feuerbohnen ist Pflanzung vorgezogener Setzlinge empfehlenswert. Tomaten im Freien unter Regenschutz stellen und so vor Befall mit Braunfäule schützen. Zuckerhut wird frühestens am 20. Juni, spätestens am 20. Juli gesät, Radicchio zwischen Mitte Juni und Mitte Juli. Ferner stehen Folgesaaten von Möhren, Buschbohnen, Kohlrabi, Radieschen, Rettich, Fenchel, verschiedenen Salatarten auf dem Programm. Es wird höchste Zeit, Rosenkohl, Grünkohl und Porree für spätes Ernten zu pflanzen. Auf ein Anzuchtbeet sät man im Abstand von acht bis zehn Tagen zwei Sätze Endivien, damit man im Juli beliebig pflanzen kann. 


Falllaub auflesen und Fanggürtel anlegen
Ab Anfang/Mitte Juni fliegen Apfelwickler und legen ihre Eier an die noch jungen Früchte. Von da an ist es wichtig, täglich Fallobst aufzulesen und Fanggürtel um die Stämme anzubringen, damit sich Apfelwicklerraupen in ihnen verkriechen, man sie so einsammeln und vernichten kann. Die Fanggürtel sind täglich zu kontrollieren. 
 



Zu reichen Fruchtansatz ausdünnen
Obstbäume, vor allem Apfel- und Birnbäume, die mehr Früchte ansetzten, als sie ernähren können, stoßen einen Teil der jungen Früchte ab, genannt Junifall. Dünnt man vor diesem Termin zu reichen Fruchtansatz aus und gibt Nährstoffe, fördert das die Bildung von Blütenknospenanlagen fürs nächste Jahr und verringert die Neigung zu unerfreulichem Ertragswechsel. 

An Weinreben ist Rückschnitt der Seitentriebe mit Blütenständen (Gescheinen) fällig.


März/April


Frühe Aussaaten schützen
Bevor man auf Beete im Freien sät, muss die Erde genügend abtrocknen und sich ausreichend erwärmen. Ist das geschehen, sind als Erste dran: Spinat, Stielmus beziehungsweise Blattstielgemüse, Schnittsalat, Melde, Kresse, Petersilie, Kerbel, Sauerampfer, Palerbsen, Dicke Bohnen, Schwarzwurzeln, Radieschen, Möhren, Speiserüben, Zwiebeln. Man steckt Steckzwiebeln, Schalotten und Knoblauchzehen, pflanzt mehrjährige Gewürzkräuter. Alle Saaten und Pflanzungen sind gegen ungünstige Witterungseinflüsse mit Vlies oder Folie zu schützen.
 



In Frühbeet und Kleingewächshaus
Wer über Frühbeet oder Kleingewächshaus verfügt, kann freier planen. Vorgezogen für späteres Pflanzen werden Kopfsalat, Kohlrabi, Butterkohl, Wirsing, Blumenkohl, Brokkoli, frühe Kopfkohlsorten, Porree, Sellerie, gegen Ende März auch Tomaten und Paprika. Wo wegen kleinerer Haushalte jeweils weniger Gemüse gebraucht wird, spart man sich die Jungpflanzenanzucht und kauft Setzlinge zu. 

In kühleren Gegenden empfiehlt es sich, Dicke Bohnen und Kartoffeln unbedingt vorzukeimen. Damit man möglichst früh besonders zarte Rhabarberstiele ernten kann, wird eine Pflanze mit Mistumschlag versehen und ein mit Folie bespannter Korb/Kiste übergestülpt.
 



Pflanzzeit für praktisch alle Obstarten
Vorrangig gepflanzt werden Beerenobststräucher sowie Pfirsiche, Aprikosen, Mandeln. Es folgen Stein- und Kernobstarten. Schlusslichter sind Wein und Kiwi, deren Pflanzung bis April oder gar Mai zurückgestellt wird. Beste Plätze für sie: vor Südmauern oder an besonnten Pergolen für Laubengänge.

Man kümmert sich ums Erdbeerbeet, lockert die Erde zwischen den Reihen, entfernt Beikraut, verteilt Kompost.  


Gesät unf gepflanzt wird im Beet
Diese Gemüsearten sind jetzt dran: Schwarzwurzeln, Möhren, Rettich, Radieschen, Pastinaken, Mairüben, Rote Bete, Zwiebeln, Erbsen, Mangold, Schnitt- und Pflücksalat, im Kräutergärtchen Bohnenkraut, Dill, Petersilie, Borretsch, Kerbel, Sauerampfer. Vlies oder wachsende Folien schützen alle Saaten vor ungünstiger Aprilwitterung.

Dann geht´s ans Pflanzen: Kopfsalat, Kohlrabi, Blumenkohl, Brokkoli, selbst gezogene oder gekaufte Setzlinge, falls eventuell nur wenige gebraucht werden und sich daher eigene Anzucht nicht lohnt. 

Ist die Witterung günstig, können schon vorgezogene Dicke Bohnen, eventuell sogar vorgekeimte Kartoffeln gesetzt werden. 

Man pflanzt Steckzwiebeln und Schalotten, vervollständigt das Kräutergärtchen mit Schnittlauch, Zitronenmelisse, ausdauerndem Majoran und Bohnenkraut. Für alle Saaten und Pflanzungen verbessert man die Erde mit Humus und Nährstoffen. 
 



Im Frühbeet wächst es bereits
Und zwar: Spinat, Melde, Stielmus, Schnittsalat, Kerbel, Kresse. Das Kleingewächshaus nutzt man zur Anzucht von Tomaten, Paprika, Knollen- und Bleichsellerie, Gurken, Melonen, Zucchini. Wer dort demnächst Tomaten und Gurken für die Sommernutzung vorsieht, kann den jetzt noch zur Verfügung stehenden Raum mit Schnittsalat, Kopfsalat oder Kohlrabi nutzen. 


Noch Pflanzung von Obstgehölzen
Jetzt muss man sich fast doppelt schlagen, denn das eilt nun wirklich, vor allen Dingen die von Pfirsich- und Aprikosenbäumen. Nur Kiwi und Wein haben noch bis Mai Zeit, aber man kann schon mal die Pflanzstellen vorbereiten, am besten vor einer warmen, sonnigen Südwand. In warmen Gegenden treiben bereits vorhandene Pfirsichbäume mächtig, sodass man wahre Fruchttriebe mit sowohl Blatt- wie Blütenknospen und falsche nur mit Blütenknospen unterscheiden und entsprechend schneiden kann. Triebe nur mit Blütenknospen sind zu entfernen; es fehlen ihnen die sie ernährenden Blätter.


Achtung Spätfrostgefahr
Frühblühende Obstarten wie Pfirsiche sind spätfrostgefährdet, daher gegebenenfalls zu schützen. Spätfrostempfindlich sind außerdem bereits blühende Stachelbeersträucher und Erdbeerpflanzen. Letztere überbaut man im Ernstfall mit einem Folientunnel. Obstgehölze, vor allem Beerenobststräucher, werden gern gemulcht, jedoch sollte man die Decke nicht gerade jetzt aufbringen, damit etwa im Boden inzwischen gespeicherte Wärme in kalten Nächten aufsteigen und so Schlimmes verhüten kann.


Januar/Februar


 

Sinnvoller Winterschutz
Während man draußen beim Gemüse kaum etwas zu besorgen hat außer eventuellem Zurechtrücken des Winterschutzes bei Feldsalat, Spinat, Winterteckzwiebeln und dergleichen, geht es im Haus zur Sache mit der Treiberei von Chicorée, Löwenzahn- und Petersilienwurzeln, von Schnittlauch, Kresse, Senf, Keimsprossen als Vitaminspendern im Winter.
 


 

Bestellplan ausarbeiten
Der Januar lässt genug Zeit, sich den Bestellungsplan für die Gemüsebeete vorzunehmen. Dabei sollte man nicht jedes Jahr isoliert sehen, sondern unbedingt vorhergehende mit einbeziehen, mindestens die drei letzten Jahre, damit Fruchtfolge sinnvoll erfolgt, möglichst keine Gemüseart nach sich selbst steht und es so abwechslungsreich wie nur möglich zugeht. Das ist besonders wichtig, falls die zur Verfügung stehende Fläche nicht sonderlich groß ist. 

Man bestimmt Vor-, Haupt-, Nach- und Mischkulturen. Aus der Quadratmeterzahl für die verschiedenen Gemüsearten ergibt sich der Bedarf an Saatgut beziehungsweise Pflanzenanzahl. Vorteilhaft arbeitet man anhand eines maßstabgerechten Anbauplanes. Auch was man an Dünger, Pflanzenpflege- und sonstigen Hilfsmitteln braucht, kann schon im Laufe des Januar besorgt werden. 
 


 

Erste Freilandsaaten
Je nach Klima und Witterung sowie den örtlichen Gegebenheiten rücken erste Freilandsaaten in greifbare Nähe. Aber langsam! Nur nichts überstürzen. Wichtiger als frühe, erste Saat ist es, anhand eines fertigen Bestellungsplans alle nötigten Sämereien zu besorgen. Trocknete die Erde tatsächlich genügend ab, kann man es mit der Saat von Melde, Spinat, Schnittsalat wagen, allerdings nur unter Zuhilfenahme von Folie oder Vlies. Man bedenke stets, dass jede frühe Saat im Freiland mit einem Risiko verbunden ist und man deswegen Schutz einkalkulieren muss.

Aussaaten sin dim Frühbeet sicherer
Im Frühbeet geht es unabhängig von der Witterung los mit Schnittsalat, Radieschen, Kresse, Stielmus. Vorher sollte die verbrauchte Erde im Beet durch frische ergänzt oder ersetzt werden. Dabei ist darauf zu achten, dass der Abstand zwischen Erdoberfläche und Glas am unteren Kastenrand mindestens 25 Zentimeter beträgt. Das ergibt zwangsläufig am oberen Kastenrand einen größeren Abstand. Danach gleich Fenster auflegen, damit die Sonne das Beet genügend erwärmt, ehe man sät.
 


2020

November/Dezember


Im Gemüsegarten wird es jetzt richtig Herbst
Die Beete lichten sich. Es wird abschließend viel geerntet: Möhren, Rote Bete, Rettich, Chicoréewurzeln, Rübchen, Sellerie und so weiter, alles an einem möglichst trockenen Tag. Drängt die Zeit, weil Nachtfrost angesagt ist, rodet man erst alles und bringt es an einem frostgeschützten Platz wie Keller, Garage, Schuppen unter, ehe man es lagerfertig putzt. 

Einige Grade Frost vertragen Grünkohl, Rosenkohl, Porree. Schwarzwurzel- und Pastinakenrüben sind an sich winterfest, doch da man bei länger anhaltendem Frost nicht an sie herankann, schlägt man sie ebenfalls geschützt ein. Alternativ zu meist gedämmten und deswegen zu warmen und trockenen Kellern bietet sich das Frühbeet an.



 

Pflanzzeit für Obstgehölze
Im November ist Pflanzzeit für viele Obstgehölze, für Him- und Brombeeren, Stachel- und Johannisbeeren, Äpfel und Birnen, Süß- und Sauerkirschen, sämtliche Pflaumenarten, Quitten.

Wer pflanzt, sollte die Neuentwicklungen im Obstbau berücksichtigen und bei der Pflanzung widerstandsfähige Sorten bevorzugen wie mehltauresistente Stachelbeeren. Spätsommer- und herbsttragende Himbeeren sind weitgehend immun gegen Ruten- und Wurzelkrankheit. 

Es gibt mehrfach resistente Apfelsorten, die gegen Schorf, Mehltau, Rote Spinne, Kragenfäule gefeit sind, alles gute Ansätze für ökologischen Obstanbau auch im Garten. Dazu kommen selbstfruchtbare Süßkirschen auf schwachwachsenden Unterlagen, die wenig Platz beanspruchen, Pflege und Ernte erleichtern. Auch extrem schwachwüchsige Pflaumenbäume sind ein Gewinn für heutige, meist kleine Gärten. 




Wurzeln im Frühbeet einschlagen
Pastinaken, Rettich, Möhren, Schwarzwurzeln sind zwar winterfest, doch man kommt besser an sie heran, wenn man sie nicht auf dem Beet lässt, sondern im Frühbeet einschlägt. Porree, Grün- und Rosenkohl werden zügig verbraucht oder küchenfertig eingefroren. Anschließend wird mit einer Grabegabel gelockert. Das noch anfallende Grünzeug kann dabei leicht eingearbeitet werden oder kommt auf den Komposthaufen. Man schichte den Haufen eventuell noch einmal mit Zusatz von Steinmehl um, deckt dann schwarze Abdeckfolie darüber, damit die entstehende Wärme im Haufen bleibt.  


Pflegeschnitt fortsetzen?
Nur bei frostfreier Witterung kann man den Pflegeschnitt von Obstgehölzen fortsetzen. Obstbaumkronen brauchen viel Licht und Luft. Bei Hochstämmen ist besonders darauf zu achten, dass die Kronen nicht zu hoch, sondern immer wieder entsprechend zurückgesetzt werden und dass Hauptäste nicht zu weit nach außen wachsen. Nicht unten herum, sondern oben muss man rechtzeitig Äste stutzen oder entfernen.


Nährstoffversorgung sichern
Wie steht es mit der Nährstoffversorgung von Obstbäumen, besonders auch älteren? Jüngere düngt man meist ausreichend, ältere kommen oft weniger gut weg. Das sollte sich ändern. Dazu bohrt man im Bereich der Kronentraufe etwa alle zwei Meter 40 bis 50 Zentimeter tiefe Löcher und streut dort Hornspäne und/oder reifen Kompost, der mit einem guten Präparat aus Effektiven Mikroorganismen (MikroVeda) veredelt wurde. Hornspäne wie Kompost geben im Verlauf des Winters langsam ihre Nährstoffe ab und werden von den Pflanzen zur Kräftigung von Wurzelwerk, Blüten und Blättern ganz langsam aufgenommen.
 

Gartengeräte einwintern
Als Abschluss des diesjährigen Tuns im Nutzgarten bringt man alle Handgeräte trocken unter, säubert sie gründlich und fettet Metallteile ein. Dabei stellt sich heraus, was schadhaft ist, repariert oder ersetzt werden muss. Unbedingt trocken überwintern alle Motorgeräte, ferner Kannen, Wannen, Regentonnen, Folien, Frühbeetfenster und was dergleichen mehr ist. Zuletzt wird noch der Absperrhahn für die Wasserleitung im Haus zugedreht, der Hahn draußen aufgedreht, sodass die Leitung leerläuft.