Gemüse-, Kräuter- und Obstgarten

31.03.2020 11:50

 
... im April


Im Gemüsegarten wird es Zeit für folgende Saaten an Ort und Stelle: Spinat, Bindesalat, Pflück- und Schnittsalat, eventuell noch Melde und Kresse, ferner für Radieschen und Rettich, Stielmus und Speiserüben, Pal- und Markerbsen, Schwarzwurzeln und Chicorée, Pastinaken und Möhren, Rote Bete, Zwiebeln, Butterkohl, Petersilie, Kerbel, Borretsch, Sauerampfer.

Gepflanzt werden vorgetriebene Dicke Bohnen und Kartoffeln, Letztere jedoch nur in schon wirklich ausreichend erwärmten Boden. Man steckt Schalotten, Steckzwiebeln und Knoblauchzwiebeln und pflanzt den ersten Satz Kohlrabi und Kopfsalat sowie Wirsing. Schnittlauch, Pfefferminze, Estragon, Pimpinelle, Tripmadam, ausdauernder Majoran und ebensolches Bergbohnenkraut, Thymian, Liebstöckel und Zitronenmelisse gehören aufs Kräuterbeet.

Die Pflege bereits besäter oder bepflanzter Beete erfordert eine Menge Zeit. Es empfiehlt sich, alle Beete mit Folien oder Vlies abzudecken. Bei Trockenheit ist zu wässern. Schlitzfolie muss man zunächst vor dem Gießen zurückschlagen, bis die sich entwickelnden Pflanzen die Schlitze weit genug öffneten. Rund um Rhabarber, Artischocken und Meerkohl die Erde lockern, einen Spargelwall aufführen, Meerkohl anhäufeln und Rhabarber antreiben. Im Frühbeet und Kleingewächshaus geht die Jungpflanzenanzucht von Knollen-, Bleich- und Schnittsellerie weiter, desgleichen von Paprika, Tomaten, Porree. Im Laufe des Monats sät man Gurken, Zucchini, Kürbisse, Fenchel, Kopfkohlsorten, Blumenkohl, Brokkoli, Butterkohl, Rosenkohl und die Folgesätze von Kohlrabi und Kopfsalat. Nach der Saat von Kresse, Radieschen oder Schnittsalat Anfang März ins Frühbeet kann man wahrscheinlich schon in diesem Monat ernten. Bald folgen Spinat, Melde, Stielmus, danach auch Schnitt- und Pflücksalat. 

Anfang des Monats ist im Obstgarten noch die Pflanzung von Obstbäumen und Beerenobststräuchern sowie Erdbeeren möglich. Dabei unbedingt einen Pflanzschnitt durchführen. 

Bei bereits stehenden schwachwüchsigen Obstbäumen und Beerenobststämmen ausreichend Halt durch stützende Pfähle überprüfen und schadhafte Bindungen erneuern. Junge Obstbäume, die kräftige, zugleich ziemlich aufrecht wachsende Triebe haben, bilden williger Fruchtholz, wenn solche Triebe jetzt waagerecht gebunden werden. 

Eine Mulchdecke aus Stroh zwischen Erdbeeren, aus Laub-Kompost-Gemisch oder Ähnlichem zwischen Himbeeren und Brombeeren erst ausbreiten, nachdem sich die Erde hinreichend erwärmte. Erdbeeren vor Schaden an den Blüten durch Spätfröste mithilfe eines Folientunnels bewahren.


 

 
... im Mai
 

In Kleingewächshaus und Frühbeet wachsen Pflanzen gut geschützt. Im Frühbeet sind Schnitt- und Kopfsalat erntereif, bald auch Kohlrabi, im Haus stehen Jungpflanzen von Tomaten, Gurken, Kürbissen, Melonen und sonstigen Gemüsearten. Zur Sommernutzung eines Kleingewächshauses ab zweiter Monatshälfte eignen sich vor allem Tomaten, Gurken, Paprika. 

Im Freiland schützen Folientunnel, Vliese und dergleichen weiterhin Saaten und junge Pflanzen vor kühler Witterung, im Ernstfall Frost. Unabhängig von den Eisheiligen ist Pflanzzeit für alle Kopfkohlarten, Blumenkohl, Brokkoli, Kohlrabi, Kopfsalat, Bindesalat, Fenchel, Porree, auch schon Rosenkohl. Gewöhnlich nach den Eisheiligen sind dann vorgezogene Gurken, Zucchini, Kürbisarten, Neuseeländer Spinat und Sellerie (Knollen-, Bleich- und Schnittsellerie) an der Reihe. Alle Setzlinge vor dem Pflanzen gut abhärten, damit sie danach zügig weiterwachsen.

Man sät an Ort und Stelle zu wiederholtem Mal Möhren, Radieschen, Rettich, Pflücksalat, aufs Anzuchtbeet Kohlarten einschließlich Grünkohl, Salatarten. Zum ersten Mal sät man auf Beete Rote Bete, Mangold, Zuckererbsen, Busch- und Stangenbohnen, Gurken, Zucchini, Kürbisarten, obwohl diese sehr wärmeliebenden Gemüsearten grundsätzlich besser vorgezogen werden. Auch Saat wärmebedürftiger Küchenkräuter ist jetzt dran. 
 


 


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