Was ist jetzt zu tun im Gemüse-, Kräuter- und Obstgarten?

09.10.2019 11:00


















 … im Oktober

Nach wie vor kommt täglich frisches Gemüse direkt vom Beet auf den Tisch: Wurzelgemüse aller Art, Chinakohl, Kohl­rabi, Kopfkohl, Blumenkohl, verschiedene Salate, Radieschen und Rettich, dazu Stiel­mus, Pflücksalat, Spinat. Tomaten, Bohnen, Gurken, Zucchini sind ebenfalls noch vor­handen, bis erster Frost oder anhaltend kühl-feuchte Witterung das beenden. Radieschen, Rettiche, Chinakohl und Salate finden gegebenenfalls Schutz unter Folien oder Vlies.

Man pflanzt Rhabarber und härtere mehr­jährige Küchenkräuter, denen Herbstpflan­zung nichts ausmacht wie Schnittlauch, Liebstöckel, Zitronenmelisse und derglei­chen, während man solche aus wärmeren Gebieten wie Salbei oder Ysop besser im Frühjahr setzt. Pflanzung geschieht an etwas geschützten Plätzen, wo man die Erde so verbessert, dass sie locker, humusreich und unbedingt durchlässig den Wünschen der Kräuter entspricht. Ferner ist die Pflanzung von Knoblauchzehen möglich.
 
Noch ist Zeit, Gründüngung einzusäen, zum Beispiel Roggen. Auch eine geplante Frühjahrspflanzung von Spargel kann man jetzt mit dem Herrichten der Pflanzstellen einleiten.
 
Die Ernte von Äpfel und Birnen geht wei­ter. Gerade die späten Sorten sollen mög­lichst lange am Baum hängen, um optimale Pflückreife zu erlangen. Ist Frost angesagt, muss man unter diesen Umständen eben doch gleich emten. In Gegenden mit milder Witterung sind eventuell noch späte Pflaumen und Pfirsiche sowie Quitten zu ernten. 

Ferner reifen Kulturpreiselbeeren, Wein­trauben und Kiwis. Bereits eingelagerte Äpfel und Birnen müssen alle paar Tage durchgesehen werden, damit keine Fäulnis­herde entstehen und sich ausbreiten.

Reicht die Zeit, widmet man sich dem Schnitt von Beerenobststräuchern, Pfirsich· und Sauerkirschbüschen, krautet vorsichtig Erdbeerbeete, bereitet bei beabsichtigter Pflanzung schon mal Pflanzlöcher vor.



 





 


 … im November

Unter Vlies halten sich noch Salate und Endivien, überleben sogar leichten Frost. Im Laufe des Monats nutzt man trockenes Wetter zur Ernte von Wurzelgemüse: Möh­ren, Rote Bete, Sellerie, Petersilienwurzeln, Pastinaken, Rettiche, Chicoréewurzeln bringt man so unter, dass sie möglichst lange frisch bleiben. Ist allerdings abzusehen, dass Möhren, Rettiche, Rote Bete bis Weihnach­ten verbraucht sind, lässt man sie besser auf dem Beet, bedeckt sie hoch mit trockenem Falllaub und breitet noch Vlies drüber.

Größere Mengen schlägt man in einem möglichst kühlen und luftfeuchten Keller in Sand ein und verbraucht sie zügig. Längere Lagerung ist nicht vorgesehen, auch nicht, wenn man im Frühbeet einschlägt. Dazu legt man die Wurzeln in entsprechend große Kisten, deckt Fenster auf, lüftet jedoch bei frostfreier Witterung und schließt erst bei Frost. Zusätzliche Abdeckung mit Styropor­platten sichert weiter gegen Verluste ab. Zum Einschlagen im Frühbeet eignen sich ferner mit möglichst umfangreichen Wurzel­ballen geerntete Endivien und Porree. Kopf­kohl wächst immer noch. Man erntet aller­dings, bevor die Köpfe ihre größte Festigkeit erreichen, weil sie danach schnell platzen und sich weniger gut halten.
 
Während sich der Gemüsegarten leert, füllt sich der Obstgarten, denn es ist Zeit zur Pflanzung von Obstgehölzen. Die erledigt man so bald wie möglich. Das betrifft vor allem zeitig treibende Obstarten wie Him­beeren, Stachel- und Johannisbeeren. Es fol­gen Blaubeeren und Brombeeren. Letztere pflanzt man in Gegenden mit kalten Win­tern allerdings besser im Nachwinter, ebenso Pfirsich, Aprikose, Kiwi und Wein. Der Pflanzung geht überlegte Wahl von Art, Sorte, Unterlage, Baumform und derglei­chen voraus. 


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