Was ist jetzt zu tun im Gemüse-, Kräuter- und Obstgarten?

30.01.2019 00:00


 … im Februar

Wer Gemüsepflanzen selbst zieht, hat zu tun, dafür alles zu richten. Das Kleingewächshaus muss topp sein, alle Hilfsmittel zu Saat und Anzucht griffbereit: Saatschalen, Pikierkisten, Töpfe der gängigsten Größen für Jungpflanzen, Anzuchtsubstrat, Kompost und Sand, Folien und Vliese. Es muss sicher sein, dass das Haus auch in frostigen Nächten warm genug bleibt. Außerordentlich nützlich bei der Jungpflanzenanzucht ist ein kleines Vermehrungsbeet mit durchsichtiger Abdeckhaube und thermostatisch gesteuerter Heizung. Ist alles bereit, kann bei milder Witterung im Haus gesät werden, zuerst Kohlarten, Sellerie, Paprika, Kopfsalat, Tomaten, immer an Hand eines gut und genau aufgestellten Bestellungsplanes. 

Auch das Frühbeet muss für erste Kulturen fit gemacht werden. Damit sich die Erde darin ausreichend erwärmt, werden Fenster aufgelegt. Frühe Saaten oder Pflanzungen dort schon im Februar setzen Wärmespender in Form von Mist- oder Laubpackungen voraus. Ab März genügt meist die Kraft der Sonne, um es ausreichend zu erwärmen. Wer es gar nicht mehr abwarten kann, sät im Frühbeet zuerst Stielmus, Spinat, Schnittsalat, Kresse, Radieschen. Mit Gemüsesaaten im Freiland hält man sich zurück. Nur in klimatisch besonders günstigen Lagen kann man eventuell säen oder sogar pflanzen, dann jedoch immer mit Schutz von Folie oder Vlies. 

Selbst wenn es schon einigermaßen milde ist, wird es noch lange dauern, ehe der erste Salat, die erste Kresse geerntet werden kann. Zu verzichten braucht man deswegen doch nicht, denn da ist ja noch die Fensterbank, wo Kresse, Senf, Löffelkraut, Keimsprosse der verschiedensten Art sprießen. Im Keller treibt man Chicorée- und Zichorienwurzeln, während Feldsalat im Freiland mithilft, dass gesundes Grün auf den Tisch kommt.

Bei günstigem, frostfreiem Wetter wird der Schnitt von Obstgehölzen fortgesetzt und zum Abschluss gebracht. Meist ist in dieser Hinsicht noch eine ganze Menge zu tun. Vor allem viele Johannis- und Stachelbeersträucher haben Auslichtungs- oder Verjüngungsschnitt oft dringend nötig, wenn nicht schon nach Ernte im Sommer geschehen. 

Sofern der Boden frostfrei ist, geht es ans Pflanzen von Obstgehölzen aller Art, nur nicht von Wein und Kiwi, die erst im April oder Mai gesetzt werden. Mit Ausnahme von Beerenobstbüschen brauchen alle neu gesetzten Obstgehölze stützende Pfähle. Vor oder gleich nach der Pflanzung erfolgt unbedingt sachgemäßer Rückschnitt der Triebe. Ganz wichtig ist, dass die Neulinge gründlich angegossen werden und während der Trieb- und Blütezeit nicht unter Wassermangel leiden. Dazu trägt Mulchen mit organischem Material im Wurzelbereich bei. 
 













 


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