2021


 

November/Dezember


Jetzt muss es flott gehen
Manches muss jetzt flott gehen, denn die Tage werden immer kürzer und oft auch ungemütlicher für Arbeiten im Garten. Darum kommt zuerst die Pflanzung von winterharten frühjahrs- und sommerblühenden Zwiebel- und Knollengewächsen dran, sofern man im Oktober nicht dazu kam. Für etliche nicht winterharte Zwiebeln und Knollen wird es höchste Zeit, sie aufzunehmen und sachgemäß frostfrei unterzubringen. 

Auch um Kübelpflanzen muss man sich kümmern. Ein vorspringendes Dach oder Ähnliches schützt sie ausreichend, sodass man sie noch nicht ins Haus bringen muss. 





Laubabwerfende Gehölze
Dann steht die Pflanzung von laubabwerfenden Gehölzen auf dem Programm, damit deren Wurzeln noch vor Winterbeginn anwachsen. Folgende Maßnahmen unterstützen dies: 1. Vor der Pflanzung Gehölze mit den Wurzeln mehrere Stunden in Wasser stellen, gegebenenfalls mitsamt Containern. 2. Vor dem Pflanzen Wurzelballen vorsichtig etwas auflockern, besonders wichtig bei stark durchwurzelten Containerballen. 3. Nach dem Pflanzen fest antreten und gründlich angießen, damit das Wasser die Bodenteilchen an die Wurzeln heranschlämmt. 4. Im Wurzelbereich mulchen. 5. Rückschnitt der Triebe um etwa ein Drittel, schwache ganz entfernen.

Wintermulch ist angesagt
An manchen Tagen im November macht sich die Nähe des Winters besonders deutlich bemerkbar: Es wird das erste Mal ein bisschen frostig. Jede Stunde, die noch nicht fingerkalt ist, wird dazu genutzt, auf Staudenbeeten und im Steingarten noch einmal zwischen den Pflanzen zu jäten, die Erde zu lockern, bevor man reichlich organisches Material als schützende, wärmende, humus- und nährstoffspendende Bodendecke aufträgt. Dazu dient Kompost aus eigener Herstellung. Auch gehäckselte Gartenabfälle taugen dazu. Zeitgleich entsteht neuer Kompost aus vielen Abfällen einschließlich Falllaub, die mit Zusatz von Steinmehl, etwas Kalk und reifem Kompost gut gemischt und schichtweise aufgesetzt werden. 

Extras für Rosen
Um die Monatswende Oktober/November kann man für Rosen ein Extra tun, indem man sie mit einer Beinwell/Comfrey-Jauche behandelt, 1:10 mit Wasser vermischt. Diese wird über den Wurzelraum verteilt. Das Kraut ist erwiesenermaßen sehr kaliumhaltig. Das macht Rosen winterhärter. Beetrosen können schon angehäufelt werden. Vorher schneidet man recht lange Triebe ein wenig zurück, damit das Einwintern etwas einfacher wird. Der eigentliche Rückschnitt erfolgt erst nach dem Winter.  

Nach wie vor Frostschutz
Rosen werden hoch angehäufelt und Fichtengrün oder anderes schattierendes Material bereitgelegt. Auch wintergrüne Polsterstauden an Südböschungen sind für hellen Schatten dankbar, ebenso Zweijahrsblumen mit ihren Blattpolstern. Auf die Wurzelscheiben von Halbsträuchern wie winterharten Fuchsien, Bartblume und Silberstrauch legt man Mulchmaterial.  



 

Kein Laub unter Laubgehölzen entfernen, sondern unbedingt als schützende Bodendecke und Humuslieferant liegen lassen. Dagegen Falllaub von Rasenflächen und Wegen entfernen, unter immergrünen Laub- und Nadelgehölzen ausbreiten. 
Abschließend Absperrhahn der Wasserleitung im Haus zudrehen, Hahn draußen aufdrehen und Leitung entleeren.

Letzter Pflanztermin
Sofern es die Witterung zulässt und die Erde noch nicht gefroren ist, können noch laubabwerfende Gehölze gepflanzt werden, möglichst früh im Monat. Nicht vergessen, nach der Pflanzung einmal kräftig anzugießen und unbedingt gute Bodendecke im Bereich der Wurzeln auszubreiten, damit die Erde weniger hart gefriert. Ist absehbar, dass späte Pflanzung in weniger günstigen Lagen doch einige Risiken birgt, verschiebt man Pflanzung vorteilhafter auf Nachwinter, kann jedoch schon die Pflanzplätze vorbereiten. Sollte es in vergangenen Wochen wenig geregnet haben, vor Frostbeginn immergrüne Gehölze noch einmal wässern. 


September/Oktober

Der September ist ein vorzüglicher Pflanzmonat. In der Erde ist es vom Sommer her noch gut warm, was das Wurzelwachstum fördert, in der Luft schon ein bisschen kühler, was die Verdunstung aus oberirdischen Pflanzenteilen mindert und so den Pflanzen hilft, zügig anzuwachsen, vor allem immergrünen Gehölzen und wintergrünen Stauden. Stets berücksichtige man genügend Raum für die einzelnen Pflanzen, bereite die Pflanzstellen gut vor, gieße kräftig an, selbst falls die Erde ausreichend feucht scheint. Bei anhaltender Trockenheit im Altweibersommer überspritzt man frisch gepflanzte Stauden häufiger, besonders aber immergrüne Gehölze.

Während auf dem Staudenbeet und im Steingarten Spätsommer- und Frühherbstblüher dafür sorgen, dass das Blühen nahtlos vom Sommer in den Herbst übergeht, nutzt man die blütenlose Phase von Frühjahrs- und Frühsommerblühern zu deren Pflanzung. Bewährte Stauden für den Frühjahrsflor im Steingarten sind Polsterphlox, Blaukissen, beide mit jeweils mehreren Sorten und verschiedenen Blütenfarben, Felsensteinkraut, Schleifenblume, Gänsekresse, ergänzt mit niedrigen Tulpen und Narzissen. Für Frühjahrsflor auf dem Staudenbeet sorgen Gemswurz, Pfingstrose, Elfenblume, Islandmohn, Trollblume, Bergenien, Kaukasusvergissmeinnicht, Goldwolfmilch ergänzt durch Kaiserkrone, hohe Tulpen, Narzissen, Präriekerze.

ist eine Pflanzung ab Mitte September günstig, weil sie bis dahin allgemein ihre sommerliche Ruhezeit beendet haben, danach die Tendenz zum Wiederbeginn des Wachstums immer stärker wird. Außerdem sollen Zwiebeln nicht länger als unbedingt nötig an der Luft liegen. Wo Sommerblumen im Laufe des Monats nachzulassen beginnen, räumt man ab und pflanzt Zweijahrsblumen, gern in Verbindung mit Tulpen, Narzissen und Hyazinthen. Frühe Kleinblumenzwiebeln passen zu frühblühenden Gehölzen wie Seidelbast, Duftschneeball, Schneeheide. Frühe, niedrige Tulpen und Narzissen bereichern den Steingarten.


Juli/August

Augenmerk auf Beet- und Prachtstauden
Auf dem Staudenbeet beginnt die große Zeit der hohen Beet- oder Prachtstauden. Es blühen gelbe Schafgarbe, reihenweise Phloxsorten, Sonnenbräute, Rittersporn, Edeldisteln und andere mehr. Tigerlilien, Feuerlilien, viele Hybrid-Lilien erfreuen, eine schöner als die andere. Damit es auch im Herbst bunt weitergeht, sei an die Pflanzung von herbstblühenden Blumenzwiebeln möglichst schon im Juli, spätestens Anfang August erinnert. Also bestellt man Zwiebeln von Herbstkrokussen und Ähnlichen sofort Anfang des Monats. Man denkt weiter im Voraus, an Blüten im nächsten Jahr, und nimmt dazu verschiedene Pflanztermine wahr, zuerst jene für frühjahrsblühende Stauden nach deren Blüte. 


Stecklinge vermehren
Im Juli lassen sich viele Stauden durch Stecklinge vermehren, ebenso Zwergrosen und Kletterrosen, immer auf dieselbe Weise, indem man dicht unter einem Blattknoten schneidet, die untersten Blätter entfernt, in Sand-Bio-Anzuchterde-Gemisch steckt und mit feuchter Luft und Bodenwärme schnelle Bewurzelung fördert. Außerdem kann man von Stauden Samen sammeln, falls es sich nicht um aus Kreuzungen gewonnene Sorten handelt. Ähnliches gilt für Ein- und Zweijahrsblumen. 
 



Auf dem Staudenbeet: Mit Wasser sparsam wirtschaften
Der August ist Hochsommer und infolgedessen ist es normal, wenn es mitunter an Wasser mangelt, aber in den letzten Jahren war der Mangel schon sehr beunruhigend. Trotzdem sollte man nicht überreagieren, sondern gezielt Wasser verteilen, zum Beispiel an besonders üppig blühende Stauden wie Phlox, ehe die Blütenstände schlappen, am besten mit der Gießkanne direkt an oder in die Wurzelballen.  



Auf der Staudenrabatte wetteifern Gartenmargeriten, Phlox und Ehrenpreis miteinander. Sonnenbraut, Sonnenauge, Sonnenblumen überbieten sich. Im Steingarten blühen verschiedene Donnerwürze, ebenso Sedum-Arten wie Sedum cauticulum, karminrot, Sedum floriferum ´Weihenstephaner Gold´, gelb, Sedum spurium, karminrot oder rosa. Bald wird auch die Hohe Fetthenne (Sedum telephium) erste Knospen öffnen. In den Steingartenflor passt gut das Spanische Gänseblümchen (Erigeron karvinskianus) mit weißen, rosa oder roten Blüten.



Blumenzwiebeln und Zweijahrsblumen: Pflanzen und verjüngen
Fällig ist die Pflanzung herbstblühender Blumenzwiebeln sowie Pflanzung von Madonnenlilien, weil deren Zwiebeln nach kurzer Ruhezeit nun wieder zu treiben beginnen und noch im Herbst die überwinternden Blattrosetten bilden müssen. Heranwachsende Zweijahrsblumen werden bei zu engem Stand auf ein Anzuchtbeet versetzt. Im August vermehrt man Nelken durch Ableger, ebenfalls Veilchen. Der frühe August eignet sich gut zum Verjüngen schon etwas älterer Schwertlilienpflanzen, weil Schwertlilien nach der Blüte eine kurze Ruhezeit einlegen, in der sie die Pflanzprozedur am besten überstehen.


Mai/Juni


Gehölze pflanzen
Jetzt im Mai eilt es mit der Pflanzung laubabwerfender Gehölze mit „nackten“ Wurzeln. Auch Containerware sollte grundsätzlich früh gepflanzt werden. Bis Mitte Mai ist Pflanzzeit für immergrüne Gehölze. Nach der Pflanzung im Bereich von Wurzelballen mulchen und eventuell das Gehölz an der Südseite schattieren oder bei trocken-warmer Witterung öfter übersprühen. Das hilft mehr als starkes Gießen, denn zu viel Wasser im Wurzelbereich tut nicht gut, die Wurzeln bekommen dann zu wenig Luft.
 



Stauden pflanzen
Weiter geht es mit der Pflanzung von Stauden. Gekaufte Setzlinge erhält man durchweg getopft. Vor der Pflanzung setzt man die Pflanzen einige Stunden mit Topf in ein Gefäß mit Wasser, topft sie dann aus, lockert die Wurzelballen vorsichtig und pflanzt erst dann an Ort und Stelle. Die Zeit ist günstig zum Vermehren bereits vorhandener Stauden durch Teilung. Leicht teilen lassen sich Arten mit filzigem Wurzelballen wie Phlox, niedrige und hohe Staudenastern und Ähnliche. Sind die Wurzelballen fester, wie etwa die von Astilben, nimmt man den Spaten zu Hilfe. Es können auch noch Stauden gesät werden, in Töpfe, Schalen, Kisten, ins Frühbeet.
 



Zwiebel- und Knollengewächse folgen
Nach Mitte Mai sind sommerblühende Zwiebel- und Knollengewächse dran. An sonnige Plätze setzt man Dahlien, späte Sätze von Gladiolen, Canna und dergleichen. Es folgen vorgezogene wärmeliebende Einjahrsblumen. Beete und Rabatten füllen sich. Im Gartenteich erwärmte sich inzwischen das Wasser so weit, dass eingesetzte Wasserpflanzen zügig anwachsen. Danach geht es weiter mit Vorbereitungen für üppigen Flor im nächsten Jahr. Die Saatzeit von Zweijahrsblumen beginnt mit jener von Bartnelken, Marienglockenblumen, Stockrosen, Königskerzen, Goldlack. 
 



Rückschnitte erforderlich
Für ununterbrochenen Flor bis zum ersten Frost sorgen Folgesaaten von raschwüchsigen Einjahrsblumen wie Bienensaug (Phacelia), Schleifenblume und Duftsteinrich. Schneidet man bestimmte Einjahrsblumen nach dem ersten Flor zurück, blühen sie bis Ende Herbst gut nach, so Schleifenblume, Schöngesicht. Bei anderen Arten mit größeren Blüten wird Verblühendes laufend entfernt.  Nicht vergessen, Flieder ebenfalls von Verblühtem zu befreien.


Aussaaten von Zweijahrsblumen
In das zweite Halbjahr startet man auch mit Saat von Zweijahrsblumen von Bartnelken bis Vergissmeinnicht. Robuste Arten wie Vergissmeinnicht, Fingerhut, Königskerze und Ähnliche sät man auf ein Freilandanzuchtbeet oder ins Frühbeet, anspruchsvollere wie Marienglockenblume, Königskerze oder Goldlack in Kisten oder Schalen. Wo auch immer – man kümmert sich intensiv um die Saaten, hält Keimlinge und Jungpflanzen gut feucht, pikiert oder verpflanzt nach Bedarf. 



Vermehrung von Stauden
Es gibt Gelegenheit zur Vermehrung von Stauden durch Saat oder Stecklinge. Frühjahrsblühende Stauden können nach dem Verblühen verpflanzt und im Zusammenhang damit durch Teilung vermehrt werden. Noch ist Zeit, einige Wasser- und Uferpflanzen zu setzen. 
 



Laubabwerfende Hecken
sind das erste Mal gegen Ende Juni zu schneiden, damit sie danach mit Johannitrieb wieder frisch austreiben. Zeitgleiche Düngung unterstützt den Vorgang, ebenfalls Mulchen des Heckenfußes oder Wässern bei Trockenheit. Rosen düngt man noch einmal bis spätestens Ende Juni und entfernt laufend das Verblühte. Auch sommer- und herbstblühende, anspruchsvolle Prachtstauden reagieren positiv auf eine Nährstoffgabe.


März/April


Wir pflanzen laubabwerfende Gehölze
Bei Rosenpflanzen unterscheidet man solche mit „nackten“ Wurzeln, „wurzelverpackte“ Rosen und Rosen in Containern. Wurzelnackte Rosen sofort aus ihren Verpackungen nehmen und umgehend pflanzen oder vorübergehend an schattigem Platz einschlagen. Wurzelverpackte kommen mit festen Ballen gleichfalls sofort in die Erde. 

Mit Containerrosen kann man sich etwas Zeit lassen. Sie werden erst unmittelbar vor der Pflanzung ausgetopft. Alle Rosen vor dem Pflanzen gründlich wässern, Containerrosen dazu mit dem Gefäß in Wasser stellen
Bei veredelten Rosen ist darauf zu achten, dass die Veredlungsstelle am Wurzelhals mindestens fünf Zentimeter in die Erde kommt. Blütensträucher mit Blüten an diesjährigem Holz können geschnitten werden, um sie blühfreudig zu halten, vorhandene Rosen müssen geschnitten werden.
 



Stauden und Blumenzwiebeln pflanzen
Jetzt beginnt die Pflanzzeit von Stauden, vorzugsweise sommer- und herbstblühenden, Farnen und Gräsern. Zuvor müssen alle dafür vorgesehenen Plätze sorgfältig mit guter Lockerung und Kompostzufuhr vorbereitet werden. Zwischen den Pflanzen im Steingarten und auf der Staudenrabatte lockert man die Erde vorsichtig und verteilt Kompost.

Das nächste Pflanzvorhaben betrifft sommerblühende Blumenzwiebeln und -knollen. Winterharte Arten wie verschiedene Lilien sind zuerst dran. Es folgen Tigerlilien, Montbretien, in günstigen Lagen auch schon Gladiolen. Die Knollen von Canna, Dahlien und Knollenbegonien werden eingetopft und unter Schutz angetrieben, damit sie früher anfangen zu blühen.



Auch im April ist Saatzeit
Robuste, einjährige Sommerblüher werden direkt an Ort und Stelle gesät – sobald die Erde genügend abtrocknete –,
gewöhnlich an vollsonnigem Platz. Andere brauchen anfangs mehr Zuwendung. Man sät kleinkörnige Samen in Schalen und pikiert später, gröbere gleich in Töpfe, immer in vergleichsweise nährstoffarmes Anzuchtsubstrat, und stellt die Gefäße im Frühbeet oder Kleingewächshaus auf. 

Aus März übernimmt man die Saatzeit von Staudenarten, die echt aus Samen fallen. Auch deren Anzuchtgefäße kommen im Frühbeet oder Gewächshaus unter. Wer Rasen frisch einsäen will, nutzt dazu trockenes, windstilles Wetter, nachdem die Fläche sehr gründlich vorbereitet wurde. 
 

Und dann geht´s ans Pflanzen
Auf dem Programm ganz oben steht die Pflanzung laubabwerfender Gehölzarten. Sie sollte möglichst vor Austrieb erfolgen, selbst wenn Containerpflanzen nicht unbedingt darauf angewiesen sind. Mit der Pflanzung immergrüner Gehölze kann man sich dagegen mehr Zeit lassen bis um Mitte Mai. Je eher sie allerdings in die Erde kommen, desto besser, denn sie müssen einigermaßen angewachsen sein, ehe es wärmer wird und es auf reibungslosen Wassernachschub ankommt. Ob laubabwerfend oder immergrün – in jedem Fall wird nach der Pflanzung einmal gründlich angegossen und die Erde über dem Wurzelbereich mit organischem Material gedeckt.


Zweijahrsblumen, Knollen- und Zwiebelgewächse
Pflanzzeit ist auch für sommerblühende Zweijahrsblumen wie Stockrosen, Fingerhüte, Königskerzen, Bartnelken, Marienglockenblumen, die im vorigen Jahr gesät wurden. Ferner pflanzt man bei Beginn des Austriebs Stauden, in erster Linie sommer- und herbstblühende Arten oder Sorten, außerdem Farne und ausdauernde Gräser. Als Nächstes ist die Pflanzung von sommerblühenden Knollen- und Zwiebelgewächsen dran.
 


Januar/Februar


 

Optimaler Winterschutz
Gewaltigen Respekt haben wir vor jenen Pflanzen im Garten, die mitten im Winter trotz Frost und Schnee blühen: Christrose, Echter Jasmin, Schneeheide und Zaubernuss. Von solchem Optimismus können wir uns eine Scheibe abschneiden und ihn im neuen Gartenjahr gelegentlich einsetzen.

Grundsätzlich ist eine gute Schneedecke der ideale Winterschutz für niedrige Pflanzen. Am besten wäre es, der Schnee taute erst im Laufe des Februar endgültig weg und der Winter verschwände mit ihm. Wechselhaftes Winterwetter mit Temperaturen mal unter, mal über null Grad Celsius strapaziert dagegen die Pflanzen und hat mehr von ihnen auf dem Gewissen als durchgehende Kälte. 

Schnee kann ausnahmsweise schaden, falls er nass und schwer auf Gehölzen lastet, diese unter dem Gewicht brechen, umkippen oder auseinanderfallen. Droht dies zu geschehen, sofort den Schnee abschütteln, notfalls öfter. 


Tierschutz nicht vergessen
Bei hohem Schnee vermehrt die Vögel füttern und bei anhaltendem Frost auch mit Wasser versorgen. Das Loch in der Eisdecke des Teiches ist wegen ausreichender Sauerstoffzufuhr offen zu halten.


Kataloge, Bücher, Skizzenblock
Der Januar lässt genügend Zeit, um für die kommende Gartensaison zu planen. Kataloge und Bücher geben wertvolle Anregungen. Man bestimmt, verwirft und legt endlich fest, was den Garten bereichern soll. Notwendige Bestellungen gehen schon jetzt zu den betreffenden Lieferanten für Samen von Einjahrsblumen und Stauden, für Zwiebeln und Knollen und für Gehölze.

Im Zusammenhang damit plant man neu anzulegende Staudenrabatten, Steingärten, Sommerblumenpflanzungen. Umfangreichere Vorhaben wie Wegeführung, Vergrößerung der Terrasse, Anlage eines zweiten Sitzplatzes innerhalb des Gartenraumes oder eines Teiches müssen gründlich vorbereitet werden. Je umsichtiger man dabei vorgeht, desto schneller, präziser und problemloser erfolgt später, wenn der Winter sich verabschiedet hat, die Ausführung.




Gehölze zurückschneiden
Bevor man im Februar für den nächsten Tag oder die nächsten Tage große Pläne hinsichtlich Gartenarbeiten macht, sollte man den Wetterbericht für den Zeitraum hören. Dann weiß man ziemlich genau, was geht und was nicht. Bei frostfreier, trockener Witterung können Ziersträucher, die an diesjährigem Holz blühen, ausgelichtet, zurückgeschnitten oder verjüngt werden. Ältere, zu hoch gewordene Exemplare werden auf sinnvolles Maß zurückgenommen, ebenso zu hoch gewordene Hecken laubabwerfender Gehölze.

Man scheue sich nicht, auch mal den einen oder anderen Baum/Strauch ganz zu entfernen, damit wieder mehr Licht und Luft in den Garten kommen und die verbliebenen Pflanzen ausreichend Platz haben, sich optimal zu entwickeln. 
 



Laubabwerfende Gehölze pflanzen
Ist die Erde frostfrei, beginnt die Pflanzzeit für laubabwerfende Gehölze, vorweg solche mit „nackten“ Wurzeln, die nicht in Containern stehen. Zum Pflanzvorgang gehören das Entfernen verletzter Wurzelteile, der Rückschnitt der Triebe um etwa ein Drittel, das Entfernen schwacher, überflüssiger Triebe, das Wässern der Pflanzkandidaten, das Herrichten der Pflanzstellen, das Angießen nach der Pflanzung, das Mulchen im Wurzelbereich.


Ein Blick aufs Staudenbeet
Wie überstanden Staudenbeet und -rabatten den Winter? Man säubert, lockert eventuell schon ein bisschen die Erde zwischen den Pflanzen, düngt auch hier. 

Samen und Pflanzen bestellen
Wer für demnächst ergänzende Pflanzvorhaben oder etwas ganz Neues plant, braucht zur Verwirklichung dieser Pläne bestimmte Samen und Pflanzen, die sogleich bestellt oder vor Ort gekauft werden.  
 

Treibkulturen starten
Sollte es wirklich noch ein bisschen ungemütlich sein, beschäftigt man sich eben im Haus mit dem Antreiben von Knollenbegonien, Canna, Prachtlilien, Schopflilien und dergleichen, gegen Ende des Monats auch mit Dahlien, ferner um mehrjährige Beet- und Balkonpflanzen, die in frisches Substrat getopft und meist zurückgeschnitten werden müssen. 

Man kümmert sich um die Saatgefäße mit kaltkeimenden Saaten, die nun nach genügend langer Zeit im Kühlschrank ins Frühbeet oder ähnlich gestellt werden können, wo die Samen zunächst bei kühlen minus fünf bis acht Grad Celsius langsam keimen. 


Sommerblumen anziehen
Für die nun bald beginnende Saatzeit von Einjahrs- oder Sommerblumen hält man Anzuchttöpfe, Saatschalen, Pikierkisten, Substrat und Etiketten bereit. Frühbeete und Kleingewächshäuser sind einsatzbereit zu machen, damit demnächst alle Vorhaben wie geschmiert laufen.

2020


November/Dezember

Gute Bodendecke schaffen
Gehölze sind allgemein härter im Nehmen, vor allem, was laubabwerfende Arten betrifft. Man bedenke, dass Gehölze umso besser an- und weiterwachsen, je besser ihre Wurzeln noch vor der Frostperiode Verbindung mit der Erde aufnehmen. Das tun sie, falls nach der Pflanzung alles getan wird, um dies zu fördern. Die Erde muss feucht genug und möglichst lange frostfrei bleiben. Dafür sorgt eine gute Bodendecke auf den Wurzelscheiben aus Kompost, gehäckselten Gartenabfällen und ähnlichem Material. Solcher Service tut auch Stauden gut, ebenso allen frisch gesetzten Zwiebel- und Knollengewächsen. 




Erhöhte Aufmerksamkeit für niedrige Stauden 
Noch ist Zeit, starkwüchsige Polsterstauden wie Blaukissen, Gänsekresse und dergleichen, die schwächere mitunter sehr in Bedrängnis bringen, vom Rand her abzustechen, sodass wieder mehr Platz ist und die Pflanzen zugleich verjüngt werden. Dann auch hier humushaltiges Material verteilen. Außerdem könnte man Anfang des Monats noch Blumenzwiebeln pflanzen, die in ein solches Milieu passen, unter anderem Tulipa tarda und T. turkestanica, Wild- und andere Krokusse, ebenso kleine Narzissen wie Narcissus cyclamineus.
 


Gehölze im Aufbruch
Der Dezember ist die Zeit des großen Umbruchs. Das hat mit der Sonne zu tun, die in den ersten 21 Tagen des Monats immer kürzere Tage bringt, aber ab 21. wieder länger am Himmel steht, jeden Tag ein bisschen mehr. Das registrieren Pflanzen genau und machen sich ebenfalls zu neuen Ufern auf. Die Probe aufs Exempel liefern Zweige von Forsythien, Mandelbäumchen und dergleichen, deren fertig ausgebildete Blütenknospen in Wärme bald aufblühen. Draußen blühen zurzeit Christrose, Winterjasmin, Winterschneeball, Zaubernuss, Schneeheide; sie kümmern sich wenig um Frost und Schnee, haben einfach ihre Zeit.




Letzte Gehölzpflanzungen
Sofern es die Witterung zulässt, vor allem die Erde noch nicht gefroren ist, können noch laubabwerfende Gehölze gepflanzt werden, möglichst früh im Monat. Nicht vergessen, nach der Pflanzung unbedingt eine gute Bodendecke im Bereich der Wurzeln auszubreiten, damit die Erde weniger hart gefriert. Ist absehbar, dass späte Pflanzung in weniger günstigen Lagen doch einige Risiken birgt, verschiebt man die Pflanzung vorteilhaft auf den Nachwinter, kann jedoch schon die Pflanzplätze vorbereiten.


Kälteempfindliche Gewächse gut versorgen
Der Dezember ist zwar meist nicht der kälteste Monat des Jahres, sondern der Januar, doch jetzt wird für kälteempfindliche Gewächse vorgesorgt. Rosen hoch anhäufeln und Fichtengrün oder anderes schattierendes Material bereitlegen. Auch wintergrüne Polsterstauden an Südböschungen sind für hellen Schatten dankbar, ebenso Zweijahrsblumen mit ihren Blattpolstern. 

Auf die Wurzelscheiben von Halbsträuchern wie winterharten Fuchsien, Bartblume und Silberstrauch legt man Mulchmaterial. Kein Laub unter Sträuchern entfernen, sondern eher noch von Rasenflächen und Wegen gekehrtes ausbreiten. Sommer und Herbst waren vergleichsweise trocken. Vor Frostbeginn deswegen Immergrüne noch einmal wässern. Danach Absperrhahn für Wasser im Haus zudrehen, Wasserleitung nach draußen leeren.