Zierpflanzen in Haus und Garten

01.10.2020 09:00


 
... im September
 

Wir freuen uns an Herbstzeitlosen, Herbstkrokussen, Herbstastern und Chrysanthemen, Dahlien und Gladiolen, an Rosen – noch lange nicht den letzten. Hohe Staudengräser setzen ihre Blütenstände als Standarten. Manch Gehölz schmückt sich mit schön gefärbten Früchten. Eine Ahnung von Laubfärbung liegt über dem Garten. Der Sommer geht in den Herbst über. 

Mit dem Altweibersommer beginnt das große Pflanzen für reiches Blühen im nächsten Jahr. Häufig wochenlange Schönwetterperioden spornen an, im Garten kräftig vorzulegen, denn es gibt viel zu tun. Jetzt lassen sich frühjahrs- und sommerblühende Stauden mit fast hundertprozentigem Erfolg pflanzen, verpflanzen, teilen und auf diese Weise vermehren. Nach der Pflanzung an den endgültigen Platz müssen alle sofort gut angegossen und bei Trockenheit weiter ausreichend feucht gehalten werden. Vorzugsweise gießt man nicht mehrmals, sondern überspritzt die Pflanzen, so verdunstetes Wasser ersetzend, ohne die Gefahr, zu viel zu gießen, was den Pflanzen nicht bekommen würde. 

Wir erinnern ferner an die Pflanzung frühjahrs- und sommerblühender Zwiebeln. Außer Tulpen, Narzissen, Hyazinthen, Scilla-Arten und anderen mehr für frühe Blüte setzt man auch Zwiebeln für späteren Flor, unter anderem reichlich Lilien sowie große und kleinere Zierlauche. Für alle Zwiebelarten vor der Pflanzung den Boden gründlich lockern und mit reichlich humushaltigem Material wie Kompost oder dergleichen verbessern. Zwiebelpflanzen werden nicht angegossen!

Die im Mai gesäten Zweijahrsblumen sind zu kräftigen Exemplaren erstarkt und werden nun an Ort und Stelle gesetzt. 

Immergrüne Gehölze, ob nadel- oder laubtragend, pflanzt man ebenfalls vorzugsweise gegen Ende September, wenn es schon ein bisschen kühler wird und bei nicht zu trockener Witterung. Sie wurzeln noch vor dem Winter gut ein, bilden außerdem neue Wurzeln und überstehen so auch strengere Winter gut. 


... im Oktober

Etliche Einjahrsblumen können vorteilhaft im Herbst gesät werden, wie Jungfer im Grünen, Ringelblume, Hainblume, Rittersporn, Mohn. Merke: Herbstsaaten setzen betont lockeren, durchlässigen, vor allem völlig unkrautfreien Boden voraus. 

Nach dem Laubfall beginnt allgemein die Pflanzzeit für laubabwerfende Gehölze. Die zunehmende Kultur von Gehölzen in Containern weicht eng begrenzte Pflanzzeiten auf, doch bleibt die Tatsache, dass laubabwerfende Gehölze die Strapazen des Verpflanzens am besten nach Laubfall verkraften. Das gilt besonders, wenn nach erfolgter Pflanzung nicht viel Zeit ist, sich intensiv um die Gehölze zu kümmern. Die Erde beim Pflanzen und danach gut antreten, immer kräftig angießen und den Rückschnitt der Triebe um mindestens ein Drittel nicht vergessen.

In der ersten Monatshälfte ist noch Zeit für die Pflanzung immergrüner Gehölze, denn diese sind darauf angewiesen, dass ihre Wurzeln bis zum Winter feste Verbindung mit der Erde haben, damit sie gut Wasser aufnehmen können. 

Ab Mitte/Ende Oktober sind die Rosen dran. Achtung! Rosen sind Sonnenkinder und brauchen außerdem, um gesund zu bleiben und reich zu blühen, eine freie Lage, wo der Wind regennasse Blätter rasch abtrocknet.

Fortgesetzt wird die Pflanzung frühjahrsblühender und winterharter sommerblühender Blumenzwiebeln. Frühe Pflanzung verhilft allen Blumenzwiebeln zu einem guten Start. Außerdem kann man dann vorteilhaft die Pflanzung von Blumenzwiebeln mit jener von Zweijahrsblumen verbinden. Dazu eignen sich vorab frühjahrsblühende Arten wie Vergissmeinnicht, Stiefmütterchen und Tausendschön. Die Pflanzung sommerblühender Zweijahrsblumen wie Fingerhut, Königskerzen, Stockrosen sollte baldmöglichst erfolgen, damit sie noch gut anwachsen. Ausnahme: Zwiebeln nicht angießen! Es geht weiter mit der Pflanzung frühjahrs- und sommerblühender Stauden. Zu empfehlen sind unter anderem etliche schöne Storchschnäbel, die sich anbieten zur Ergänzung von Astilben, Glockenblumen, Coreopsis in humosem Boden an halbschattigem Platz oder in gebremster Sonne. Nach der Pflanzung gut angießen, auch bei regnerischem Wetter.

Einige Arten Einjahrsblumen entwickeln sich nach der Saat Ende September/Anfang Oktober besser und blühen früher als nach der Frühjahrssaat, unter anderem Rittersporn, Kornblume, Klatschmohn. Verblühte Sommerblumen werden abgeräumt, Dahlien, Gladiolenknollen und andere, nicht winterharte Zwiebel- und Knollengewächse in geeigneten Überwinterungsräumen untergebracht. Vergilbende Staudentriebe abschneiden, die Erde zwischen den Pflanzen lockern, mit Kompost auffrischen.  


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