Was ist jetzt zu tun bei Zierpflanzen in Haus und Garten?

09.10.2019 11:00




 Winter im Ziergarten






Winter im Ziergarten











… im Oktober

Der Oktober hat es in sich, was Vorberei­tungen für das nächste Gartenjahr betrifft. Was wird nicht alles gesät oder gepflanzt! Einige Einjahrsblumen wie Ringelblumen, Rittersporn blühen nach Saat zwischen dem 15. und 20. Oktober im nächsten Jahr be­sonders reich. Möglichst früh im Monat pflanzt man winterharte frühjahrs- und som­merblühende Blumenzwiebeln und -knallen. Sofern die Witterung es zulässt, ist auch noch Pflanzung von Zweijahrsblumen mög­lich. Vorgesehene Staudenpflanzung schiebt man nicht auf die lange Bank. Jetzt sind vor-rangig frühjahrs- und sommerblühende Arten dran, nachdem die Erde an den für sie vorgesehenen Plätzen tief gelockert, mit ei­nigen Nährstoffen, vor allem Humus gründlich verbessert wurde. Beim Pflanzen von Stauden beachte man genügende Abstände von Pflanze zu Pflanze, Blütezeit und Blütenfarbe, richtige Pflanztiefe (weder zu hoch noch zu tief). Außerdem pflanze man nur wüchsige, triebkräftige, gesunde Stauden. Ältere Exemplare zunächst durch Teilung verjüngen und erst dann pflanzen. 

Nach dem Laubfall beginnt die Pflanzzeit für laubabwerfende Gehölze. Obwohl inzwi­schen fast nur noch Gehölze aus Containern mit kompletten Wurzelballen angeboten werden, gewährt die frühe Pflanzung nach Laubfall immer noch die zuverlässigste Ga­rantie für Anwachserfolge. Rosen verlieren bekanntlich sehr spät ihre Blätter, so dass sie unabhängig vom Laubfall gepflanzt werden. Ende Oktober haben selbst Rosen soweit ab­geschlossen, dass Pflanzung trotz noch vor­handener Blätter immer glücken müsste.  Später als Ende Oktober sollten keine im­mergrünen Laub- und Nadelgehölze ge­pflanzt werden, damit sie noch vor dem Winter gut einwurzeln, was für sie überle­benswichtig ist. Die Gehölze vorher mehre­re Stunden in Wasser stellen, nach dem Pflanzen gründlich angießen und im Bereich der Wurzelscheibe mulchen. 

In weniger günstigen Lagen muss man schon mit ersten Nachtfrösten rechnen. Dann wird es Zeit, frostempfindliche Pflan­zen wie Dahlien, Gladiolen, Canna und der­gleichen aus dem Boden zu nehmen und für die Überwinterung an frostfreiem Platz vor­zubereiten. Wo Einjahrsblumen nach Frost abstarben, werden sie geräumt, die Flächen gegraben. Während des Laubfalls müssen Blätter auf dem Rasen kurzfristig abgeharkt werden, damit es keine Kahlstellen gibt. Man vermischt das Laub mit anderen Gartenabfällen, gehäckselten Staudentrieben sowie kleineren Zweigen und kompostiert oder schüttet es als Bodendecke unter im­mergrünen Gehölzen aus. Ist das Laub abgefallen, beginnt Pflegeschnitt an Laubgehölzen aller Art. 


 




 

Winter im Ziergarten



 


Winter im Ziergarten











… im November

Winterharte frühjahrs- und sommerblühende Zwiebel- und Knollengewächse können noch gesetzt werden, allerdings so bald wie möglich. Sollten etwa etliche nicht winterharte Zwiebeln und Knollen noch im Boden sein, wird es höchste Zeit, sie ins Überwinterungsquartier zu bringen. 
Ebenfalls möglichst früh pflanzt man laub­abwerfende Gehölze, damit deren Wurzeln noch vor Winterbeginn anwachsen. Folgende Maßnahmen unterstützen dies:

1.    Vor der Pflanzung Gehölze mit den Wur­zeln mehrere Stunden in Wasser stellen, Pflanzen in Containern mit diesen.
2.    Vor dem Pflanzen Wurzelballen vorsichtig etwas auflockern, besonders wichtig bei stark durchwurzelten Containerballen.
3.    Nach dem Pflanzen fest antreten und gründlich angießen, auch bei offenbar ge­nügend feuchter Erde, damit das Wasser die Bodenteilchen an die Wurzeln heran­schlämmt.
4.    lm Wurzelbereich mulchen.
5.    Rückschnitt der Triebe um etwa ein Drittel, schwache ganz entfernen.

An manchen Tagen im November macht sich allerdings die Nähe des Winters deut­lich bemerkbar: Es ist kalt, mitunter sogar frostig. Da wird jede Stunde, in der es noch nicht fingerkalt ist, dazu genutzt, auf Staudenbeeten und im Steingarten noch einmal die Erde zwischen den Pflanzen zu jäten, die Erde zu lockern, bevor man reichlich or­ganisches Material als schützende, wärmen­de, humus- und nährstoffspendende Boden­decke aufträgt. Dazu dient Kompost aus eigener Herstellung. Auch gehäckselte Gar­tenabfälle taugen dazu. 
 








 


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