Zierpflanzen in Haus und Garten

04.12.2019 09:25


 
... im Dezember

Das Jahr war so trocken, dass selbst ergiebige Regenfälle in den letzten Wochen das Defizit an Feuchtigkeit nicht ausgleichen können. Unter diesen Umständen ist es besonders wichtig, sich um die immergrünen Gehölze zu kümmern. Die sollten noch einmal ausgiebig gewässert und anschließend gemulcht werden. 

Auch sonst wird Mulchen großgeschrieben. Wer viel mulcht, braucht sich im Winter selbst bei strengerem Frost kaum um seine Pflanzen zu sorgen, sogar wenn kein Schnee liegt. Die Mulchdecke ist als Nothelfer eine Art Lebensversicherung für Pflanzen und besonders wichtig, wenn kein Schnee liegt, der bekanntlich Pflanzen am allerbesten vor Schäden schützt. Zum Mulchen dienen Laub, Geschreddertes, Rindenkompost, dies für Stauden, Blumenzwiebelpflanzungen und dergleichen. Dabei achtet man darauf, dass die Blätter von wintergrünen Stauden und Zweijahrsblumen nicht zugeschüttet werden. Zwischen schon länger stehenden, robusteren Gehölzen, besonders auch für Hecken, eignet sich Rindenmulch, wahlweise grob oder fein. 

Vorrangig ist auch die Pflanzung laubabwerfender Gehölze so früh wie möglich, damit ihre Wurzeln vor Frostbeginn noch wenigstens ein bisschen Verbindung mit der Erde aufnehmen. Das hilft ihnen entscheidend beim Anwachsen. Jeder Baum braucht Stütze, damit er selbst bei stärkerem Wind gut Halt hat. Einmal kräftig angießen und sofort die Bodendecke auftragen. 

Bei frostfreier Witterung steht Gehölzpflege an. Ob man Rosen bereits jetzt zurückschneidet, hängt von den jeweiligen Verhältnissen ab. In milden Lagen kann man riskieren, vor Winterbeginn und dem Anhäufeln zu schneiden. Wo es im Winter richtig kalt wird, schneidet man besser nach dem Winter, kürzt jetzt nur recht lange Triebe vor dem Anhäufeln etwas ein. Zurechtgelegtes Schattiermaterial schützt vor intensiver Sonne. Bei Blütensträuchern, die im Sommer blühen, ist gegebenenfalls ein Auslichtungs- und/oder Verjüngungsschnitt angesagt.

Die Vogelfutterstelle ist jetzt spätestens zu richten. Vogelkundler und Naturschützer empfehlen heute dringend, zu einer Ganzjahresfütterung überzugehen, weil die Lebensräume für Vögel und auch für Insekten teilweise schon stark gefährdet sind und die Tiere oft kaum noch ein ausreichendes Futterangebot vorfinden. 
Sind alle nicht winterharten Zwiebeln und Knollen gut untergebracht? Im Dezember ist Saatzeit für kaltkeimende Staudenarten. Saatschalen Frost und Schnee aussetzen oder im Kühlschrank den nötigen tiefen Temperaturen.
 

 

 
... im Januar
 

Sollte es ohne schützende Schneedecke stark frieren mit dadurch möglichen Schäden an Stauden, Zweijahrsblumen oder im Herbst frisch gepflanzten immergrünen Gehölzen, schützt/schattiert man je nachdem mit Fichtenzweigen, Juteleinen oder dergleichen, vor allem Gewächse an Südhängen, die der Sonne und dem abträglichen Wechsel zwischen vergleichsweise warmen Tagen und kalten Nächten voll ausgesetzt sind.

Ob Schnee oder kein Schnee – Vögel sind darauf stark angewiesen, dass sie jederzeit Futter finden und nicht, wenn es plötzlich schneit, erst lange danach suchen müssen. Also sind Futterplatz und Tränke (!) täglich entsprechend zu versorgen. 

Erfreulicherweise seztzt sich immer mehr die sogenannte Ganzjahresfütterung unserer Singvögel durch, Vor allen Dingen seitdem der bekannte Vogelkundler Professor Dr. Peter Berthold (ehemaliger Direktor der Vogelwarte Radolfzell) wieder einmal massiv Alarm geschlagen und auf das dramatische Vogelsterben u.a. durch eine immer massivere Lebensraumzerstörung und -vergiftung, Insektensterben usw. aufmerksam gemacht hat.

Blütensträucher durch Steckhölzer vermehren
Wer es gar nicht lassen kann, sich gärtnerisch praktisch zu betätigen, kann Blütensträucher durch Steckhölzer vermehren, die man jetzt schneidet und vorläufig bis zum Stecken in feuchtem Sand einschlägt, so im Fall von Forsythien, Weigelien, Deutzien, Falschem Jasmin und anderen. Man kann diese und ähnliche Sträucher mit filzigen Wurzelballen oder Ausläufern, zum Beispiel einige Wildrosen, aber auch gleich nach dem Winter vor Austrieb durch Teilung oder eben Ausläufer vermehren. Man erhält auf diese Weise schnell schon größere Exemplare. Staudenarten die nur nach Kälteeinwirkung zügig keimen, kann man jetzt in Schalen säen und draußen Frost und Schnee aussetzen. Einfacher und bequemer geht es, wenn man dafür die Kälte eines Kühlschrankes nutzt.

Im Haus kümmert man sich um mehrjährige Balkon- und Kübelpflanzen, gießt wenn nötig, sieht regelmäßig gründlich durch, entfernt welkende Blätter, absterbende Triebe und bekämpft gegebenenfalls Schaderreger. Überwinternde Knollen und Zwiebeln sind ebenfalls zu beaufsichtigen.


Bitte melden Sie sich an, um einen Kommentar zu schreiben.