Zierpflanzen in Haus und Garten

31.03.2020 11:50


 
... im April
 

Die Pflanzzeit für Gehölze geht weiter. Für solche mit nackten Wurzeln wird es allmählich dringend, denn viele treiben schon, und ihre Wurzeln brauchen nun möglichst bald Verbindung mit der Erde. Stehen die Gehölze in Containern, ist es nicht so eilig, aber lange zögern sollte man auch dann nicht. Da die vorhergehenden Frühjahre alle ziemlich trocken waren, muss man nach der Pflanzung und kräftigem Angießen auf weitere ausreichende Wasserversorgung achten. Unabdingbar ist eine Bodendecke im Wurzelbereich, damit das Wasser nicht ungenutzt verdunstet. Das ist fast noch wichtiger nach der Pflanzung immergrüner Laub- und Nadelgehölze, die ebenfalls in diesem Monat dran sind. 

Es ist ferner Pflanzzeit für Stauden, vorrangig von sommer- und herbstblühenden, grundsätzlich für Farne und staudige Gräser. Farne beleben halbschattige Standorte mit reinen Arten und vielen schönen Gartenformen von Hirschzunge, Pfauenradfarn, Wurmfarn und Schildfarn. Staudige niedrige Ziergräser verwendet man gern für mehr flächige Pflanzungen, höhere für Einzelstellung. Es wird Zeit zur Aussaat von einjährigen Sommerblühern mit Vorkultur, falls es nicht bereits in der zweiten Märzhälfte geschah. Einjährige Astern sollten unbedingt früh gesät werden, damit sie sich während kühler Frühlingswochen gut entwickeln. Sät man später, geraten sie leicht als noch kleine Pflanzen in zu warme, trockene Witterung, was die Entwicklung hemmt und sie schlecht blühen lässt. Die Saatgefäße im Frühbeet, Kleingewächshaus oder auf dem Fensterbrett müssen täglich betreut, das Substrat darin gleichmäßig feucht gehalten werden. Stimmt die Temperatur, damit die Samen zügig keimen? Ein Ventilator hilft mit, dass keine Keimlingskrankheiten auftreten. An Ort und Stelle sät man Arten, die unempfindlicher sind wie Wicken, Mohn, Kapuzinerkresse, Sonnenblumen und andere mehr. Wurden bereits im März Sommerblumen an Ort und Stelle gesät, ist bei zu dichtem Stand auszudünnen.

Weitere Arbeiten im Aprilgarten sind Vorbereitungen für eine eventuell geplante Rasensaat sowie die eigentliche Saat, eventuell Einsaat einer Wiesenblumenmischung. Man pflanzt Zwiebel- und Knollengewächse wie Gladiolen, Sommerhyazinthen, Montbretien und dergleichen. Ferner ist noch Schnitt von immergrünen Nadelgehölzhecken möglich sowie – nun aber Beeilung – Pflegeschnitt von Blütensträuchern, die an diesjährigem Holz blühen wie Rispenhortensie, manche Clematisarten und dergleichen



 


... im Mai
 

Die erste Monatshälfte bietet gute Gelegenheiten, Gräser, Farne, sommer- und herbstblühende Stauden zu pflanzen, sollte die Witterung einigermaßen beständig sein auch schon manche der vorkultivierten Sommerblumen, denen vorübergehende Kühle um Mitte Mai zur Zeit der Eisheiligen nichts ausmacht. In der ersten Monatshälfte lassen sich Stauden auch gut teilen und verjüngen. Anfang des Monats können Dahlien und andere sommerblühende Knollen und Zwiebeln gepflanzt werden. Die im Winter als Kaltkeimer oder im Frühjahr als Normalkeimer gesäten Staudenarten müssen je nach Entwicklungsstand pikiert oder getopft werden. 

In der zweiten Monatshälfte ist noch Pflanzzeit für sommer- und herbstblühende Stauden. Farne haben inzwischen meist schon zu weit getrieben, während Staudengräser sich noch gut pflanzen lassen. Wasser in Teichen erwärmte sich so weit, dass Wasserpflanzen gesetzt werden können. Auch 
ist es warm genug, vorgetriebene Dahlien, Canna, Schopflilien und Knollenbegonien an die für sie vorgesehenen Plätze zu setzen.

Wie schon im April sät man unempfindlichere, raschwüchsige Sommerblumen an Ort und Stelle. Früher gesäte Arten werden eventuell ausgedünnt, sofern die Pflanzen zu dicht stehen.   

Saatzeit ist ferner für Rasen und Blumenwiesen. 
In der zweiten Monatshälfte beginnt bereits die Saatzeit von Zweijahrsblumen. Zuerst sind Nachtviolen, Marienglockenblumen, Stockrosen, Fingerhut, Nelkenarten dran. Die meisten Zweijahrsblüher bevorzugen sonnige Standorte und durchlässigen Boden, einige begnügen sich mit lichtem Schatten wie etwa Fingerhut und Nachtviole. Je nach Art zieht man in Töpfen, Saatschalen oder Kisten im Gewächshaus oder Frühbeet vor, beziehungsweise sät direkt auf ein gut verbessertes Freilandsaatbeet.


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