Was ist jetzt zu tun

08.06.2018 00:00

 

für Oktober

im Gemüse-, Kräuter- und Obstgarten?

Im Gemüsegarten steht die Pflanzung ausdauernder Küchenkräuter an, von Schnittlauch, Estragon, Pimpinelle, Liebstöckel, Zitronenmelisse, ausdauerndem Majoran und Bohnenkraut sowie Pfefferminz für Tee.
Anfang des Monats kann noch Rhabarber gepflanzt werden, bis Mitte Oktober Knoblauch und winterharte Steckzwiebeln. Im Gewächshaus sät man Spinat und Feldsalat.
Der Oktober kann „golden“, aber auch nass und kühl sein, eventuell sogar frostig. Bohnen, Tomaten, Gurken, Zucchini- und Kürbisfrüchte brauchen gegebenenfalls Schutz oder müssen sofort geerntet werden, so alle Tomaten, nur nicht die ganz kleinen. Ausgewachsene, aber noch nicht ganz ausgefärbte reifen an warmer, dunkler Stelle nach. Noch vollkommen grüne kann man zu Marmelade oder Chutney verarbeiten, eventuell zusammen mit Paprikaschoten. Zucchini lassen sich einige Tage lagern, ausgewachsene Kürbisse mehrere Wochen; Gurken sollten bald verbraucht werden.
Wurzel- und Kohlgemüse soll so lange wie möglich draußen bleiben, zumal den ersten leichten Frösten gewöhnlich noch eine Periode milden Wetters folgt. Wurzelgemüse ist in der Erde gut aufgehoben und übersteht leichten Frost. Die meisten Kohlarten halten ein wenig Frost aus, ebenfalls Zuckerhut-Chicorée. Chinakohl leidet unter Frost. Deswegen überbaut man ihn mit einem Folientunnel oder nimmt ihn vor dem Frost mit Wurzel aus der Erde und schlägt ihn im Frühbeet ein. Ist das Frühbeet nicht frei, weil noch Gurken oder Paprika wachsen oder Feldsalat gesät wurde, wickelt man jeden Kopf einzeln in Papier und stellt die Köpfe dicht an dicht in eine Kiste an einen kühlen Platz.
Im Obstgarten hält das Ernten an. Im Laufe des Monats werden jetzt auch die späten Sorten von Tafeläpfeln und -birnen pflückreif. Es handelt sich dabei teils um besonders anspruchsvolle Sorten wie etwa ´Golden Delicious´ oder ´Gräfin von Paris´. Solche Sorten brauchen milde, sonnenreiche Herbsttage, damit essreife Früchte tatsächlich gut schmecken. 
Unter jedem abgeernteten Kern-
obstbaum noch einmal Fallobst auflesen, dann die Gürtel zum Fang von Apfelwicklerraupen abnehmen und statt ihrer Leimgürtel zum Fang von Frostspannerweibchen anbringen.
Außer Kernobst reifen herbsttragende Erd- und Himbeeren, Preiselbeeren, Quitten, Kiwi und Wein. Nach Ernteschluss alle Ruten herbsttragender Himbeeren bis zum Erdboden abschneiden. Bei Brombeeren die alten Ruten entfernen, die jungen, diesjährigen anbinden. Die Pflanzzeit für Obstgehölze naht. Man muss seine Wahl treffen und das Gewünschte bestellen.
 
 
 

bei Zierpflanzen in Haus und Garten?

Die Sonne macht aus einem ganz normalen Monat einen besonderen, den „goldenen“ Oktober. Ihr warmes Licht verklärt die späten Blüten von Astern und Chrysanthemen, Herbstzeitlosen, Alpenveilchen und Herbstkrokussen, das bunte Laub der Gehölze, die Farben der Früchte.
Es gibt zu tun, zunächst mit der Saat einiger einjähriger Sommerblüher Ende September/Anfang Oktober. Sie entwickeln sich danach besser und blühen früher als nach Frühjahrssaat. Kandidaten dafür sind unter anderem Rittersporn, Kornblume, Klatschmohn.Fortgesetzt wird die Pflanzung frühjahrsblühender und winterharter sommerblühender Blumenzwiebeln. Das steht am Anfang des Programms, denn frühe Pflanzung verhilft allen Blumenzwiebeln zu einem guten Start. Außerdem kann man dann vorteilhaft die Pflanzung von Blumenzwiebeln mit jener von Zweijahrsblumen verbinden. Dazu eignen sich vorab frühjahrsblühende Arten wie Vergissmeinnicht, Stiefmütterchen und Tausendschön.
Es geht weiter mit der Pflanzung frühjahrs- und sommerblühender Stauden. Zu empfehlen sind unter anderem etliche schöne Storchschnäbel, die sich anbieten zur Ergänzung von Astilben, Glockenblumen, Coreopsis in humosem Boden an halbschattigem Platz oder in gebremster Sonne.
In der ersten Monatshälfte ist noch Zeit für die Pflanzung immergrüner Gehölze, denn diese sind darauf angewiesen, dass ihre Wurzeln bis Winter feste Verbindung mit der Erde haben, damit sie gut Wasser aufnehmen können. 
Ab Mitte/Ende Oktober sind die Rosen an der Reihe. Achtung! Rosen sind Sonnenkinder und brauchen, um gesund zu bleiben und reich zu blühen, eine freie Lage, wo der Wind nach einem Regen die Blätter rasch abtrocknet. Nach dem Laubfall beginnt allgemein die Pflanzzeit für Laub abwerfende Gehölze. Die zunehmende Kultur von Gehölzen in Containern weicht eng begrenzte Pflanzzeiten auf, doch bleibt die Tatsache, dass Laub abwerfende Gehölze die Strapazen des Verpflanzens am besten nach Laubfall verkraften. Das gilt besonders, wenn nach erfolgter Pflanzung nicht viel Zeit ist, sich intensiv um die Gehölze zu kümmern. Die Erde beim Pflanzen und danach gut antreten, zuletzt kräftig angießen und den Rückschnitt der Triebe um mindestens ein Drittel nicht vergessen.
Verblühte Sommerblumen werden abgeräumt, Dahlien, Gladiolenknollen und andere nicht winterharte Zwiebel- und Knollengewächse in geeigneten Überwinterungsräumen untergebracht. Vergilbende Staudentriebe abschneiden, die Erde zwischen den Pflanzen lockern, mit Humus auffrischen.
 

im Obstgarten?

Nur Fremdbefruchtung bringt hohe Erträge. Birnen besitzen zwar grundsätzlich die Fähigkeit, Früchte ohne Befruchtung zu bilden – man nennt das Parthenokarpie –, ein befriedigender Fruchtertrag kommt dadurch aber nicht zustande. Parthenokarpe Früchte sind daran zu erkennen, dass sich in ihrem Inneren keine Kerne befinden. Sämtliche Birnensorten sind selbstunfruchtbar. Es müssen also mindestens zwei unterschiedliche Sorten in engerer Nachbarschaft zueinander stehen. Zudem gibt es, wie auch bei den Äpfeln, sogenannte triploide Sorten wie zum Beispiel ´Alexander Lucas´, die andere Birnensorten nicht befruchten können.
Birnen haben höhere Temperaturansprüche als Äpfel. Obwohl sie bei uns in fast allen Gegenden anzutreffen sind, erreichen insbesondere die Spätsorten nur an warmen, begünstigten Standorten ihr volles Aroma. Früh- und Herbstsorten stellen diesbezüglich geringere Ansprüche. Auch die Frostanfälligkeit sowohl des Holzes als auch der Blüten ist höher als beim Apfel. In raueren Gegenden empfiehlt sich die Pflanzung zum Beispiel als Spalier an einer geschützten Mauer oder Hauswand.
 
Wahl von Unterlage und Sorte. Während für die Pflanzung von Hochstämmen auf Streuobstwiesen überwiegend die starkwüchsige Sämlingsunterlage ´Kirchensaller Mostbirne´ Verwendung findet, empfiehlt sich für den Hausgarten bzw. für die Erziehung kleinerer Baumformen die Veredlung auf Quittenunterlagen. Birnbäume auf Quittenunterlagen erreichen eine Endhöhe von etwa drei bis vier Metern. Innerhalb der Quittenunterlagen findet man verschiedene Typen. Am häufigsten vermehrt wird die ´Quitte A´. Sie ist altbewährt und erreicht auf vielen Standorten gute Ergebnisse. Etwas stärker wächst die ´Quitte BA29´. Insbesondere auf trockenen und kalkreichen Böden dürfte sie der ´Quitte A´ überlegen sein. ´Quitte C´ ist die schwächste der Birnenunterlagen und für den Hausgarten eigentlich zu pflegeintensiv. Negativ ist zudem ihre hohe Frostanfälligkeit.
Bei der Sortenwahl sollte – neben Reifezeit, Ertragsverhalten und Fruchteigenschaften – vor allem auf eine geringe Krankheitsanfälligkeit geachtet werden. Leider gibt es gegen das Hauptproblem im Hausgarten, den Birnengitterrost, bisher keine resistenten oder wenig anfälligen Sorten. Folgende sind für einen Anbau im Garten grundsätzlich empfehlenswert: ´Clapps Liebling´, ´Williams Christ´, ´Hortensia´, ´Conference´, ´Concorde´, ´Condo´, ´Novemberbirne´, ´Nojabrskaja´, ´Oksana´, ´Xenia´und ´Novembra´.
 

 


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