2021


Mai/Juni


Strauchpfingstrosen sind empfindlich gegen Winternässe. Wo diese Sträucher, nicht Stauden!, schlecht gedeihen, prüfe man, ob sie sich etwa bei regelmäßig vergleichsweise warmen, aber feuchten Wintern unwohl fühlen. Schon im Sommer bilden sich die Knospen für den nächstjährigen Flor. Daher diese Pfingstrosen keinesfalls zurückschneiden.

Bartnelken, die auf einem Anzuchtbeet überwinterten, können noch im frühen Mai gepflanzt werden, auf Beete als Lückenfüller zwischen Stauden, zusammen mit anderen Zweijahrsblumen und einjährigen Sommerblühern, als Wegekannte und dergleichen, immer in Sonne und kräftigen Boden.



Süßkartoffeln (Ipoemea batata) sind keine echten Kartoffeln, aber lieben wie Kartoffeln warme, sonnige Plätze. Man unterscheide Zier- und Nutzsorten. Bekannt ist die Ziersorte ´Marguerita´ mit roten Knollen und frisch-gelblich-grünen Blättern. Die Knollen werden spätestens Anfang Mai eingetopft, gut gepflegt und ausgepflanzt, wenn es verlässlich andauernd warm genug ist. 


 

Eine neue Apfelsorte, die am Obstbau-Institut Pillnitz bei Dresden gezüchtet wurde, heißt ´Joachim Gauck´.  Auf passender Unterlage als Niederstamm ist sie schwachwüchsig, fügt sich gut in kleinere Gärten und sogar Kübel. Die Früchte reifen im September, sind essbar bis November, hübsch attraktiv gefärbt, etwas wechselnd von hellrot bis intensiv rot über gelber Grundfarbe, mittelfest, knackig-süß. Die Sorte ist feuerbrandresistent und ziemlich widerstandsfähig gegen Schorf.

Kartoffeln sind verhältnismäßig wärmebedürftig, kommen nach früher Pflanzung unter Umständen in Spätfröste, vor denen man die jungen Triebe schützen muss. Am besten bei Frostgefahr vorher anhäufeln oder bei kleineren Mengen mit Folientunnel schützen.

Gurkenpflanzen wachsen besser, wenn sie in organischem Mulch wie Rasenschnitt, Laub und so weiter oder notfalls in schwarze Folie gepflanzt wurden. Diese wird nach gründlichem Gießen der nährstoffreichen Erde über das vorgesehene Beet gebreitet und im Abstand von 30 bis 40 Zentimetern in der Reihe kreuzweise eingeschnitten. Zum Pflanzen klappt man die Ecken hoch. Schwarze Folie speichert Bodenwärme, Folientunnel Luftwärme.



 

Schlingpflanzen begrünen Häuser, haben es jedoch mitunter schwer, weil die Erde vor Mauern meist recht trocken ist. Deswegen pflanze man nicht nahe dem Mauersockel, sondern mit etwas Abstand, gieße bei Trockenheit in versenkte Tonröhren unmittelbar an die Wurzeln.


März/April


Laubabwerfende Gehölze mit „nackten Wurzeln“ werden von Mitte Februar bis Mitte April gepflanzt. Die Pflanzzeit endet mit dem Blattaustrieb. Gehölze in Containern können ziemlich unabhängig von der Jahreszeit gesetzt werden, falls sie während der Vegeta-
tionszeit gut gepflegt und bei Trockenheit gegossen werden.
 

Heckenpflanzen setzt man nicht ebenerdig, sondern in einer sanften Senke, die Niederschläge oder Gießwasser auffängt und zu den Wurzeln leitet. Eine zusätzliche Mulchschicht verhindert, dass Wasser ungenutzt verdunstet.


Die Kirschpflaume (Prunus cerasifera) mit ihren weißen Blüten blüht noch vor dem Blattaustrieb ab Ende März noch vor Schlehen, mitunter auch außerhalb von Gärten, aber dort gut gelitten, da anspruchslos, frosthart, einiges an Trockenheit vertragend und mit fünf bis acht Metern Höhe auch für kleinere Gärten geeignet. Die winzigen Kirschfrüchte sind essbar.



Eine Verbene für den Garten ist neben anderen Verbena rigida von Natur aus Staude, oft einjährig gezogen mit Saat im März/April in Anzuchttöpfe oder gleich an Ort und Stelle. Die Pflanzen werden etwa 60 Zentimeter hoch und blühen von Juli bis Oktober verschiedenfarbig, passend zu gelbem Schöngesicht oder niedrigen Rudbeckien.



Reichlich Blumenmischungen machen die Anlage einer Blumenwiese leicht. Insekten freuen sich, wenn es üppig blüht von Frühsommer bis Herbst. Aber Achtung: Übliche Mischungen enthalten einen mehr oder weniger hohen Grasanteil, der sich auf Dauer meist besser durchsetzt als die Kräuter. Vorteilhafter ist es, die gewünschten Kräuter je nach Bodenart und Lage auszusuchen und ohne Grasanteil zu säen. Gras stellt sich gewöhnlich von selbst ausreichend ein, oft mehr als erwünscht.



Ysop, Salbei, Lavendel, alles Halbsträucher für warme, sonnige Plätze, werden im Frühjahr gepflanzt. Zitronenmelisse und Pfefferminze sind robuster, brauchen nicht so viel Sonne, aber freien Stand. Thymian, ausdauerndes Bohnenkraut und Majoran kann man in den Steingarten integrieren. Sie lieben sonnige Plätzchen und lockere Erde. Unter diesen Umständen überwintern sie auch am besten.

Salat ist kein Lückenbüßer, wenngleich er oft als solcher gepflanzt wird. Er braucht sonnigen, freien Stand, humus- und nährstoffreichen, während der ganzen Kulturzeit genügend feuchten Boden. Wenn gegossen werden muss, dann nicht obenhin und öfter, sondern besser gezielt in den Wurzelbereich und gründlich.


Januar/Februar


Schneeglöckchen sind versierte Anpassungskünstler. Wachsartiger Überzug schützt die Blätter vor großen Wärmeverlusten, und gewöhnlich kuscheln sich viele Schneeglöckchen eng zusammen, sich gegenseitig wärmend. Dann braucht es nur noch einen geschützten Platz und ein bisschen wärmende Sonne, und die Schneeglöckchenblüte im Januar ist da.
 

Blütenbegonien sind schöne Winterblüher. Neu gekaufte Exemplare stelle man zunächst einige Tage bei etwa plus 14 Grad Celsius auf. Danach wird mehr Wärme vertragen, doch es sei grundsätzlich nicht zu warm und sonnig.


Löffelkraut ist ein Wintergrün, das, im September im Kleingewächshaus ausgesät, fortlaufend geerntet werden kann. Die löffelartig gebogenen Blätter schmecken etwas kresseartig, etwas rettichartig herzhaft erfrischend mit hohem Vitamin-C-Gehalt. Außerdem fördert Löffelkraut die Verdauung.

Liguster (Ligustrum vulgare, auch die Sorte ´Atrovirens´) ist immer noch ein beliebtes Gehölz für niedrige und mittelhohe Hecken bis 120 Zentimeter. Viel höher sollte eine Ligusterhecke nicht werden, weil Liguster nicht sehr standfest ist. Außerdem halte man ihn gut in Schnitt. Mindestens zweimal zwischen Frühjahr und Herbst ist zu schneiden, damit die Hecke dicht bleibt.


Wilde Rosen bereichern Gärten so gut wie gezüchtete Sorten. Arten wie Rosa rubiginosa, bekannt als Apfelrose, Weinrose, Schottische Zaunrose, eignen sich gut für Rosenhecken um naturnahe Gärten. Rosa ungefüllten Blüten folgen scharlachrote Früchte, die sich lange halten. Die Sträucher werden 2,50 Meter hoch.

Apfelsorten, die sich im Naturlager, sprich kühlen Keller, lange halten, sind wertvoll für alle, die sich gern selbst mit Äpfeln versorgen möchten. Solche Sorten wären zum Beispiel ´Bohnapfel´, ´Altländer Pfannkuchen´ oder ´Boskoop´. Pflanzung im Februar.

Feldsalat kann man auch im Frühjahr säen, am besten im Kleingewächshaus, möglichst früh vor der Kultur von Tomaten und Gurken.

 

2020


November/Dezember

Fingersträucher (Potentilla) blühen lange. Dennoch sollte man nicht vergessen, sie vor dem Winter etwas zurückzuschneiden, damit sie sich von unten mit frischen Trieben neu aufbauen, nicht überaltern und weiter reich blühen.
 

Wintergrüne oder vielleicht besser noch winterbunte Stauden werden immer beliebter, um Beete in Hausnähe oder Tröge dauerhaft oder wenigstens für das Winterhalbjahr zu bepflanzen. Sehr beliebt sind verschiedene Günselsorten (Ajuga), Bleiwurz, eventuell auch Scheinbeere. Wer noch ein paar Schneeglöckchen- und Krokuszwiebeln dazwischensteckt, hat dazu gleich noch was Hübsches im Nachwinter.

Oleander überwintert am besten bei vier bis fünf Grad Celsius in einem hellen Raum. Er hält es jedoch, wenn es nicht anders geht, auch in einem ziemlich dunklen Keller aus, falls es dort unbedingt kühl und gut zu lüften ist.
 

Obstgehölze in Grenznähe müssen bestimmte Mindestabstände einhalten. Vor der Pflanzung solcher Gehölze informiere man sich über die jeweils gültigen Abstände, die nach Länderbestimmungen variieren können. Auskunft erteilt das jeweilige Nachbarrecht, über Sonderregelungen die Verwaltung der betreffenden Kommune. Grenzüberragende Äste aus dem Nachbargarten darf man ohne Weiteres entfernen.
 

Buchenhecken sind langlebig, schnittverträglich, standfest, treiben nach Rückschnitt bis in altes Holz gut wieder durch, sind geeignet für höhere Hecken ab zwei Metern.
 

Wenn Bambus im Winter die Blätter rollt, ist dies ein Zeichen für Wassermangel. Dann sollte bei frostfreier Witterung und offenem Boden unbedingt gründlich gegossen werden, am besten mit dem Schlauch. Besonders im Spätsommer/Herbst gepflanzte Exemplare sind auf diese Hilfestellung angewiesen.

Haselsträucher wünschen humusreichen, genügend feuchten, tiefgründigen Boden. Die günstigste Pflanzzeit ist Herbst nach Laubfall, weniger im Nachwinter, da die Sträucher früh treiben und blühen. Haselsträucher nicht an warme, geschützte Stellen setzen, weil sie dort besonders früh blühen und die Blüten bei Frost unweigerlich Schaden nehmen.  

Stippige Äpfel mit den typischen dunklen Flecken auf und unter der Schale halten sich schlecht, und auch der Geschmack leidet. Die Ursachen dafür, dass viele Äpfel stippig werden, sind Sortenanfälligkeit, Humusmangel, einseitige Nährstoffversorgung, späte Stickstoffdüngung, überhaupt alle Maßnahmen, die zur Bildung großer Früchte führen. Daher maßvoll düngen, auf ausreichend Humus achten.
 


Bogenhanf, die Zimmerpflanze, kennt so gut wie keine Winterruhe. Deswegen unbedingt weiter regelmäßig gießen, damit das Substrat im Topf weiterhin ausreichend feucht bleibt, und einmal die Woche düngen, vorteilhaft mit Kakteendünger. Bogenhanf ist den Agaven zuzuordnen, die alle eher zurückhaltend als zu stark gedüngt werden.